„Violet Evergarden“

„Violet Evergarden“

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© Kana Akatsuki, Kyoto Animation / Violet Evergarden Production Committee

Daten:

  • Regisseur(e): Taiki Ichidate
  • Sprache: Japanisch (DTS-HD 5.1), Deutsch (DTS-HD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region B/2
  • Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: ab 12
  • Studio: Kyoto Animation
  • Erscheinungstermin: 10. August 2018
  • Produktionsjahr: 2017
  • Spieldauer: 72 Minuten
  • Preis: 32,99€ Blu-ray, 28,99€ DVD

Schon im Januar lief der Anime „Violet Evergarden“ sehr erfolgreich als Simulcast auf Netflix, wo man sich den Anime auch noch immer anschauen kann. Der Anime basiert auf der Lightnovel von Kana Akatsuki, illustriert wurde die Geschichte von Akiko Takase.
Nach dem Erfolg der Novel, die bei Kyoto Animation erschien, entschloss sich das Studio, daraus auch eine Anime-Version zu machen. Und noch während die Novel bis März 2018 fortgesetzt wurde, erschien der die erste Folge der 13-teiligen Serie am 11. Januar 2018.
Schon bald wurde bekannt, dass Universum Anime sich die Rechte an DVD/Blu-ray gesichert hat.
Die erste Volume mit den ersten drei Folgen erschien am 10. August 2018.
Mit vielen Extras, wie einem Booklet und einer besonderen Hülle kommt die Ausgabe daher, so dass es auch im Otaku-Regal ein rein optisch ein Augenschmaus ist, auch wenn man die Anime vielleicht schon kennt.

Es ist nur eine Maschine

„Ihre Existenz wurde geheim gehalten, doch alle, die von ihr wussten, bezeichneten sie als Waffe. Sie sah nur aus wie ein Mensch.“
So wird Violett Evergarden vorgestellt. Violett sieht aus wie ein Mensch, ist aber nur eine Maschine. Ihre Bestimmung ist es, zu kämpfen und Befehle auszuführen. In der letzten Schlacht, die das Ende des Krieges markiert, wurde sie schwer verletzt. Im Krankenhaus wurde sie wiederhergestellt, aber sie ist noch sehr schwach und soll sich nun erholen.
Dafür soll sie von dem ehemaligen Leutnant Hodgins in die Heimatstadt von Major Glibert gebracht werden. Dort soll sie sich erholen und ihr neue Bestimmung für die Zukunft finden.
Und das will sie versuchen, denn ihr letzter Befehl von ihrem Vorgesetzten lautete, sie solle leben, sie solle frei sein und glücklich sein.
Um Violet eine Aufgabe zu geben nimmt Hodgins sie mit in seine Firma. Dort werden Auftragsbriefe geschrieben, angefordert von Menschen, die selbst nicht schreiben können, egal ob privat oder geschäftlich.
Im Rahmen ihrer Arbeit, Briefe sortieren und austragen, hört sie das erste Mal, als eine Kollegin einen fertigen Brief dem Kunden vorliest, den Satz „Ich liebe dich“.
Violet erinnert sich, dass ihr Major diesen Satz ebenfalls zu gesagt hat. Ganz zum Schluss, als beide verletzt wurde, und ihr geliebter Major womöglich gestorben ist. Nun will sie verstehen, was das bedeutet. Sie bittet Hodgins, ohne dass sie den Befehl erhält, in seiner Firma auch Briefe schreiben zu dürfen, um dem Geheimnis der Liebe auf die Spur zu kommen.
Denn für ihren Major, würde Violet alles tun.

Animierte Schönheiten

In dem Anime geht es um Liebe und all ihren Facetten. Und dieses wurde nicht nur in der Story umgesetzt. Auch die Animationen sind voller Liebe ausgearbeitet, mit satten Farben und sehr detailreichen Hintergründen. Die CGI Elemente fallem kaum auf und sind in keinster Weise störend. Sie runden das Bild ab und verleihen den Zeichnungen ein gute, ausgewogene Dynamik, in Farbe und Bewegung.
Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und die deutschen Stimmen sind mehr als passend. Sie transportierten Gefühle sehr ehrlich.
Die Musik tut ihr Übriges dazu und verleiht dem Anime Tiefe und Atmosphäre.
Es geht nicht nur um die Liebe im Anime, der ganze Anime ist wie eine Liebeserklärung an animierte Filme und Serien.

Ich liebe dich

Der Anime ist in seiner Story sehr philosophisch. Doch es gibt auch viel Humor. Witzige Dialoge, lustige Situationen und Begebenheiten. Das macht eine sehr gute Mischung aus Drama und Komödie.
Der Zuschauer begleitet Violet in ihren Gefühlen, auch wenn sie die als Maschine nicht selber fühlt. Es ist ein wenige so, als schenke sie uns ihre Gefühle und wir durchleben das Gefühlschaos für sie. Der Anime bringt den Zuschauer immer mal wieder zum Weinen. Aus Freude, Mitgefühl, vor Spaß aber auch durch Traurigkeit. Man erlebt das, was Violet sich zu erleben wünscht. Das macht den Reiz dieser Serie aus.
Man kann es mit der Atmosphäre von Neon Genises Evangelium vergleichen, gespickt mit den Fragen von She, the ultimative Weapon und den Gefühlen von Emma, eine viktorianische Liebe.
Das alles zusammen bietet Violet.

Zurecht ein Anime des Jahres

Für mich ist der Anime zurecht ein Anwärter auf den Anime des Jahres 2018. Mit viel Liebe ausgestattet und an den richtigen Stellen das Gefühl für Humor trifft die Story direkt ins Herz und die Zeichnungen ins Auge.
Die Musik unterstützt sehr dabei und verleiht dem Anime ein eingängige Tiefe.

Kyoto Animation kündigte bereits an, dass 2020 ein Film erscheinen soll. Wir sind gespannt, ob wir auch in Deutschland in den Genuss kommen werden.

Kari

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Freak, Otaku, Leseratte, Waffelschaden, Cosplayerin, Fotografin und das alles mit rosa Zuckerwatte im Kopf. Erwachsen ist man noch oft genug, ich geh mal schaukeln!

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