Overlord

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© Maruyama kuga ne KADOKAWA-kan/ ōbārōdo seisaku iinkai
© Maruyama kuga ne KADOKAWA-kan/ ōbārōdo seisaku iinkai

Daten:

  • Regisseur(e): Naoyuki Itou
  • Sprache: Japanisch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region B/2
  • Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
  • Anzahl Disks: 3
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: KSM Anime
  • Erscheinungstermin: 19. Juni 2017
  • Produktionsjahr: 2015
  • Spieldauer: 302 Minuten
  • Preis: 110,99 (DVD)€

Es ist das Jahr 2138 und die Welt der MMORPGs hat sich stetig weiterentwickelt. Das seit Jahren beliebte MMO Yggdrasil nähert sich seinem nahenden Ende, denn an dem heutigen Tag sollen um Mitternacht die Server abgeschaltet werden. Wie jedes Online Spiel, findet nun auch Yggdrasil sein Ende und der Skelett Magic Caster Momonga sieht auf die Geschichte seiner Gilde zurück. Bis auf ihm hat sich nur ein weiteres Gildenmitglied zum Abschied in der riesigen Gildenhalle eingefunden, jedoch muss dieser kurz vor dem Abschalten der Server offline gehen, so das Momonga das Ende alleine erleben muss. Jedoch schaltet sich das Spiel um Mitternacht nicht ab, was bei Momonga für Verwirrung sorgt und er sich sicher ist, dass es die Serveradmins einfach verschlafen haben. Jedoch kann er sich nicht mehr ausloggen und auch das Userinterface existiert nicht mehr. Außerdem entwickeln die Gilden NPCs auf einmal ein merkwürdiges Eigenleben.

Erst verwirrt, scheint Momonga seine Situation relativ schnell zu begreifen und verwickelt sich am Anfang der Geschichte in einige peinliche Situationen, vor allem weil er die Charaktereigenschaften des NPCs Albedo ohne zu fragen umgeschrieben hat. Als er jedoch erkennt, in eine völlig fremde Welt geschlittert zu sein, ist sein größtes Ziel genau jene zu erobern, sodass der Name Ains Ooal Gown überall bekannt ist.

Rollenspiel Anime mal anders.

Wer bei Overlord an Sword Art Online denken muss, sollte diesen Gedanken sehr schnell wieder verwerfen, da diese zwei Anime nur relativ wenig gemeinsam haben. Zwar schlittert auch in Overlord der Hauptprotagonist in eine fremde Welt, aber im Gegensatz zu SAO ist es nicht die Onlinewelt des MMOs sondern eine völlig neue und eigenständige parallele Welt, die mit dem MMO Yggdrasil nicht das geringsten gemeinsam hat. Momonga hat das Problem, das er nicht weiß wohin es ihn verschlagen hat, genauso muss der Hauptcharakter sich daran gewöhnen kein Mensch mehr zu sein, sondern ein Untoter Magic Caster, der in Gestalt eines riesigen Skelettes durch die neue Welt wandelt.

Schon nach den ersten zwei Folgen ist ihm klar, dass er nicht mehr in dem Onlinespiel Yggdrasil ist und nicht weiß, was ihn außerhalb der Gildengruft erwartet. Der Hauptcharakter geht dabei sehr taktisch und klug vor, was sein Handeln gut nachvollziehbar macht und auch logisch erscheint. Der Hauptcharakter entscheidet nicht aus dem Bauch heraus, wie es in anderen Serien der typische Helden Charakter tut, Momonga analysiert eher seine Situation und handelt daher gewitzt und klug und erreicht daher auch schnell seine Ziele.

Aber nicht Momonga, auch die zum Leben erwachten NPCs machen den Anime witzig und auch sehr interessant.  Eine der wichtigsten NPCs ist die Anführerin der Wächter Albedo, sie wurde wie alle anderen NPCs von den Gildenmitgliedern entworfen. Jedoch hat Momonga vor dem Server Shutdown in Albedos Charaktereigenschaften herum gepfuscht und aus einem eher Zickigen Krieger eine Kriegerin gemacht die über alles in Momonga verliebt ist. Genauso so verhält sie sich auch und nutz jede Gelegenheit aus um Momonga näher zu kommen oder ihm ihre Zuneigung zu zeigen. Dabei gerät sie öfters mit dem NPC Shalltear Bloodfallen aneinander, denn die Untote Vampirdamen scheint auch ein großes Interesse an ihrem Anführer zu haben, weswegen es unter den zwei Frauen öfter zu Streitigkeiten kommt, die dem Anime noch einen zusätzlichen Witz verleiht.

Die Umsetzung

Die Animationen von Overlord sind sehr schön gemacht und wirken sehr flüssig, auch erkennt man als MMORPG Spieler einige Elemente, die man vielleicht ähnlich in einem Onlinespiel schon gesehen hat, so dass z.B. ein Heiltrank in einer alten Phiole ist und die Farbe Rot aufweist.  Was besonders heraussticht zu anderen Anime/Manga, die eine ähnliche Thematik haben ist, dass die Charaktere keine Menschen sind, sondern Untote, Dämonen oder Vampire. Dadurch erhalten alle Charakter schon von Beginn an ein eigenes Merkmal, dass sie stark von ihrem Wesen und ihrer Art zu Kämpfen unterscheidet.

Die deutsche Umsetzung von KSM Anime wirkt sehr gelungen. Die Stimmen der einzelnen Charaktere sind gut gewählt und passen in der Regel immer.  Zwar gibt es klare Abweichungen zum japanischen Anime wie z.B. die Interpretation von Momonga, gesprochen von Stefan Kaminski. Denn im japanischen ist die gedachte und die gesprochene Stimme von Momonga gleich, während Stefan Kaminski die gesprochene Stimme düstere gestaltet, was eine zusätzliche Atmosphäre schafft.

Fazit

Wer auf Rollenspiel und Fantasy Anime steht, wird bei Overlord gut aufgehoben sein. Die erste Staffel des Anime überzeugt gerade im Verhalten des Hauptcharakters Momonga, der mit seiner Art und Weise den Zuschauer an sich fesselt und mit seinem klugen taktischen Verhalten erklärt, wieso er bestimmte Dinge tut und andere wiederum nicht. Dabei sollte man Momonga nicht mit einem typischen Anime Helden vergleichen, denn das ist er nicht und so sieht er sich selber auch nicht, denn alles was er tut hat einen klaren Hintergedanken, aus dem er seine eigenen Vorteile ziehen will, weswegen er so unglaublich glaubwürdig erscheint. Des Weiteren ist hervor zu heben, dass die deutsche Synchronisation sich nicht hinter der japanischen verstecken muss und man ohne Probleme den Anime auf Deutsch sehen kann ohne immer wieder den Kopf zu schütteln, weil die Übersetzungen so unglaublich seltsam sind, die Stimmen nicht zum Charakter passt oder unglaublich monoton erscheinen. Desweitern lockern die eingelegten Comedy Szenen die Situation auf und lassen den Zuschauer mit lachen ohne dass man sich fremdschämen muss, was in anderen Anime leider viel zu oft der Fall ist. Wer auf viel Fanservice hofft, wird aber in Overlord klar enttäuscht, es gibt kaum bis keine Ecchi Szenen und auch Pantyshots bleiben vollständig aus, aber durch so etwas muss der Anime auch nicht leben den Overlord überzeugt in vielen anderen Dingen.

Die erste Staffel Overlord ist hoffentlich noch nicht das Ende von Momonga und seiner Gilde, denn sein Ziel, die Weltherrschaft zu erreichen, hat er noch nicht erreicht. Daher warte zumindest Ich gespannt auf eine weitere Staffel.

Dies ist ein Gastbeitrag von Aono, vielen Dank!

Yamato

About Yamato

Yamato ist ausgebildeter IT-Systemadministrator. Schon seit er denken kann fasziniert ihn die Welt der Anime. Im Jahr 2006 gründete er seine erste Anime-Fanpage, die damals noch auf den Namen Anime-Hotel hörte. Gemeinsam mit Lox rief er Jimoku ins Leben. Neben seiner Tätigkeit als Techniker ist er bei Jimoku noch als Autor tätig und kümmert sich ums sämtliche Presseangelegenheiten.
Autor: Yamato
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