„Missis Jo und ihre fröhliche Familie“

„Missis Jo und ihre fröhliche Familie“

Startseite » Review » Drama » „Missis Jo und ihre fröhliche Familie“
© 1993 Nippon Animation, Louisa May Alcott

Daten:

  • Regisseur(e): Kôzô Kusuba
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
  • Region: Region B/2
  • Bildseitenformat: 4:3 – 1.33:1
  • Anzahl Disks: 4 (1. Box)
  • FSK: ab 6 Jahre
  • Studio: Nippon Animation
  • Erscheinungstermin: 07. Dezember 2015
  • Produktionsjahr: 1993
  • Spieldauer: 451 Minuten
  • Preis: 36,97 €

Wer unsere letzte Review gelesen hat, der ahnt es schon. Bei dem Anime „Missis Jo und ihre fröhliche Familie“ handelt sich um die 2. Staffel der Serie „Eine fröhliche Familie“. Auch hier basiert wieder ein Kinderbuch. Louisa May Alcott nannte den 2. Roman mit ihren bekannten Geschwistern Little Men und es geht vor allem um Jo March. Auch hier zeigt sich wieder das Studio Nippon Animation für die Umsetzung verantwortlich. Die Serie entstand 6 Jahre nach der ersten Staffel, also 1993. In Deutschland wurde der Anime erstmals 1997 auf RTL2 gezeigt. KSM Anime hat die Serie in 2 DVD Boxen auf dem deutschen Markt veröffentlicht.

Jo ist erwachsen

In der 2. Staffel begleiten wir eine erwachsene Jo. Von ihrem burschikosen alten Ich ist nicht mehr viel übrig. Dafür ist sie zu einer Frau herangereift, die ihren Mann steht. Sie ist verheiratet und hat zwei Söhne. Ihre verstorbene Tante hinterließ ihr eine Schule. Gemeinsam mit ihrem Mann leitet sie nun dieses Internat, Plumfield
Eigentlich war dieses Internat immer eine Jungenschule. Doch Jo wäre nicht Jo, wenn sie nicht Ausnahmen machen würde. So nimmt sie die Zwillinge, einen Jungen und ein Mädchen, ihrer Schwester Meg auf. Und Jo geht noch weiter. Jo geht es in ihrer Arbeit nicht um Geld, sie möchte den Kindern eine Chance geben, egal woher sie kommen. So nimmt sie Straßenkind Dan auf. Und Nancy, die Nan genannt werden möchte.
Jo sieht in Nan sich selbst und es ist ihr ein Bedürfnis, besonders ihr als Straßenkind eine Möglichkeit zu geben, ihr Leben zu starten.
Doch Nan ist eigensinnig, stur und auch intelligent. Ob Jo das wilde Mädchen knacken kann?

Typisches Internatsleben?

Ohne Frage ist es ein Slice of Life Anime der zeichnerisch mit der ersten Staffel mithalten kann. Die Farben sind satt, die Bewegungen flüssig, die Hintergründe mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet. CGI Elemente sucht man vergeblich, aber der Anime kommt sehr gut ohne diese Technik aus. Die Charaktere wissen durch ihre ganz eigenen zeichnerischen Merkmale zu überzeugen. Wie zum Beispiel Nan, die mit ihren extrem kurzen Haaren und dem Haarband ihre charakterliche Wirbelwindstellung optisch nochmal unterstrichen bekommt.

Musik geht ins Ohr und bleibt im Kopf

Was ich sehr gelungen finde ist die Tatsache, dass für den Titelsong einfach dieselbe Melodie genommen wurde und so einfach eine zweite Strophe entstanden ist. Wer also das erste Opening noch im Kopf hat, der darf gerne gleich den zweiten Teil hinten anhängen.

Kinderzeiten, schöne Zeit,
dennoch gibt es manches Leid,
vieles ist so schwer zu verstehen.

Schularbeit in jedem Tag,
wenn man lieber spielen mag
und draußen scheint die Sonne so schön.

Doch am Ende ist die Arbeit vorbei,
alles jubelt: Endlich haben wir frei!
Spiel und Sport und das und dies,
plötzlich wird die Welt zum Paradies. Oh jaa.

*So ist es heute, so war es damals,
| schön war die Zeit aber nicht immer leicht.
| Wenn man ein Kind ist möchte man wachsen,
| bis man die Sterne am Himmel erreicht.

*Repeat
Heute und damals!

Im Abspann wurde die Melodie des japanischen Originals übernommen, aber auch hierzu gibt es einen deutschen Text.

In Plumfield auf dem Lande steht ein großes schönen Haus,
Kinder jeden Alters gehen dort ein und aus.
Nan und Ned und Tommy sind schon viele Jahre dort,
wer in dieser Schule lebt will nie mehr fort.

Sie lernen und sie spielen und sie singen mit Missis Jo.

*Das geht Ding-Dong, Ding-Dong, mit Flöten und mit Geigen
| Ding-Dong, Ding-Dong, ein froher Kinderreigen.
| Ding-Dong, Ding-Dong
| und hat auch mancher seine Sorgen, er fühlt sich geborgen.
| Weil man hier unter Freunden lebt.

*Repeat

Nicht fragen, schauen

Alle Fans von Slice of Life und ruhigen Serien mit Tiefgang sollten einen Blick riskieren. Und natürlich alle, die die March Geschwister schon lieben, kommen an diesem Klassiker nicht vorbei.
Also, nicht erst überlegen, anschauen und sich wieder jung fühlen oder auf den Spuren von uns Alt-Otakus wandeln.

Kari

About Kari

Freak, Otaku, Leseratte, Waffelschaden, Cosplayerin, Fotografin und das alles mit rosa Zuckerwatte im Kopf. Erwachsen ist man noch oft genug, ich geh mal schaukeln!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.