„Magical Girl Site“

„Magical Girl Site“

Startseite » Review » Drama » „Magical Girl Site“
© 2018 Studio production dóA .

Daten:

  • Regisseur(e): Tadahito Matsubayashi
  • Sprache: Japanisch (DTS-HD 5.1), Deutsch (DTS-HD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
  • FSK: 16
  • Studio: Studio production dóA
  • Erscheinungstermin: April 2018
  • Produktionsjahr: 2018
  • Spieldauer: 12 Folgen a 24 Minuten
  • Streamingdienst: Amazone Prime Video

Auf der Mangavorlage von Kenatro Sato basiert der 12-teilige Anime „Magical Girl Site“ aus dem Studio production dóA. Die Serie lief vom 06. April bis zum 23. Juni im Simulcast auf Amazone Prime Video.

 

Gewalt erzeugt Gegengewalt, hat man dir das nicht erklärt?

Aya Asagari ist Schülerin und muss in ihrem jungen Leben einiges ertragen. In der Schule wird sie täglich aufs Übelste gemobbt. Und auch zu Hause findet sie nicht den Halt, den sie braucht. Ihr Bruder drangsaliert und misshandelt sie fast täglich, nur damit er mit dem Stress besser umgehen kann.

Nachdem ihr Bruder sie nach einem Wutausbruch fast erwürgt hätte und die Übergriffe an der Schule besonders schlimm sind, erscheint auf ihrem PC eine geheimnisvolle Website. Es ist die Magical Girl Site. Aya wird versprochen, dass sie einen Zauberstab erhalten wird. Wenn sie diesen annimmt, dann wird sie zum Magical Girl und ihre Leiden werden für immer vorbei sein.

Als Aya am nächsten Tag ihren Spind in der Schule öffnet, findet sie tatsächlich etwas. Es ist eine Pistole mit einem herzförmigen Kugellauf, Flügelchen am Abzug und mutet eher wie ein Spielzeug an, als ein Zauberstab. Aya ist zunächst skeptisch, aber als sie fast vergewaltigt wird und die Waffe zur Notwehr einsetzt, ist sie verwirrt. Ihre Peiniger werden von dem Ort des Geschehens auf die Bahngleise teleportiert, wo sie sofort von einem Zug überrollt werden und auf der Stelle tot sind. Die befreundete Clique gibt Aya die Schuld an dem Tod und wollen ihr die Kehle aufschneiden. Doch in dieser Situation kommt Aya ihre Mitschülerin Tsuyuno Yatsumura zur Hilfe. Auch sie ist ein Magical Girl. Aya und Tsuyuno befreunden sich und wollen herausfinden, was es mit dieser Magical Girl Site auf sich hat. Dazu kommt, dass ein anderes Magical Girl alle anderen umbringt um an die Zauberstäbe zu kommen. Aya muss vorsichtig sein. Denn sie hat nur eine begrenzte Anzahl an Zaubern frei. Wenn alle Zauber aufgebraucht sind, dann wird sie sterben.
Ein Wettlauf gegen die Zeit und um das Leben beginnt.

 

Da fließt, was fließen kann

Magical Girl Site ist nichts für schwache Nerven. Schon wie im Manga, spritzt und fließt Blut im Übermaß. Die Gewaltszenen werden nicht beschönigt. Dadurch wirkt die Story jedoch sehr real und es macht einen sehr betroffen. Es berührt das Herz so sehr, dass man aus Wut heulen möchte.
Die Zeichnungen sind detailliert und ansprechend. Die CGI Grafiken fügen sich nahtlos ein. Die japanischen Synchronsprecher transportieren die Gefühle wie Verzweiflung und Wut so dermaßen gut, dass man einfach mitleiden muss.

 

Die Spirale nach unten

Im Laufe der Story dreht sich die Gewaltspirale immer mehr nach unten. Aber das alles ist nachvollziehbar und schlüssig. Und immer wieder stellt man sich die Frage, ob es aus Gewalt, Verbrechen und schlechten Lebensumständen nicht eine harmlosere Lösung gibt, als alles Böse und Schlechte einfach umzubringen. Schürt man dadurch nicht einfach noch mehr Gewalt?
Fest steht, der Anime ist auf keinen Fall ein niedlicher Magical Girl Anime, auch wenn einige Charaktere dies in ihrer Art und Weise vermuten lassen. Und der Anime fällt auch nicht ins Genre der Magical Girl Anime. Es ist vielmehr Horror und Drama, allerdings passend gepaart mit Elementen aus dem Magical Girl Universum.
Und ich glaube, die Frage ist berechtigt… Was passiert eigentlich wirklich, wenn Magical Girls in ihren Serien ihre Zauberkräfte einsetzen? Sind vielleicht die harmlosen Serien vielleicht einfach zensiert, damit sie kindertauglich sind?
Wer weiß das schon? Fest steht, die Serie hat sehr viel Potential und jeder sollte mal einen Blick riskieren. Es ist einfach mehr als Horror, es ist gesellschaftskritisch und legt immer wieder den Finger auf die Wunden der Welt.

Kari

About Kari

Freak, Otaku, Leseratte, Waffelschaden, Cosplayerin, Fotografin und das alles mit rosa Zuckerwatte im Kopf. Erwachsen ist man noch oft genug, ich geh mal schaukeln!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.