„Kiznaiver“

„Kiznaiver“

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© Roji Karegishi, Studio Trigger, peppermint anime

Daten:

  • Regisseur(e): Hiroshi Kobayashi
  • Sprache: Japanisch (PCM2 .0), Deutsch (PCM2 .0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region B/2
  • Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: 12
  • Studio: Trigger, peppermint anime
  • Erscheinungstermin: 30. März 2018
  • Produktionsjahr: 2016
  • Spieldauer: 150 Minuten
  • Preis: 36,99€

Studio Trigger weiß durch seinen ganz eigenen Stil seine Fans zu begeistert. Seit der Serie „Kill la Kill“ ist das Team ein Garant für erfolgreichen, eigenwilligen Animestoff.
Im April 2016 erschien der Anime „Kiznaiver“, die erste Folge lief nur 4 Wochen nach der Erscheinung des gleichnamigen Mangas von Roji Karegishi. Bis Juni 2016 lief die 12-teilige Serie in Japan und erschien gleichzeitig im Simulcast im Akiba Pass von Peppermint Anime in Deutschland.
Am 30. März erschien nun die erste Blu-ray bei Peppermint mit deutscher Synchronistation.

Für den Frieden der Welt

„Einer für alle, alle für einen“, das ist der Slogan der fiktiven, japanischen Stadt Sugomori City. In genau dieser, seltsam erscheinenden Stadt, lebt Katsuhira. Er hat vor Jahren durch einen Vorfall, den er sich bis heute nicht erklären kann, sein Schmerzempfinden verloren. Seitdem ist er sehr lethargisch und wirkt depressiv. Er hat kein Ziel in seinem Leben, er kümmert sich nicht um sein Wohlergehen und es ist ihm alles egal. Er lässt sich sogar von seinen Mitschülern stets verprügeln und gibt ihnen sein Geld.
Eines Tages tritt unvermittelt seine Mitschülerin Sonosako vor ihn. Sie teilt ihm mit, dass er nun ein Kiznaiver ist, er wurde für das Kizuna-Projekt ausgewählt. Daraufhin stößt sie ihn die Treppe herunter.
Katsuhira wird etwas ramponiert in der Zentrale des Projekts wieder, wo er auf weitere Mitschüler seiner Schule trifft. Ihnen allen wurde ohne ihr Einverständnis ein Mikrochip unter die Haut gepflanzt. Sie sind nun miteinander verbunden. Von jetzt spüren sie die Schmerzen der anderen Mitglieder dieses besonderen Netzwerks. Ziel des Kizuna-Projekts ist es, die Menschheit zum Frieden zu bewegen.
Sonosaki erklärt, dass die ganze Stadt eigentlich mal für dieses Projekt gedacht war, aber dieses Ziel immer mehr in den Hintergrund gerückt ist, weil Menschen halt egoistisch sein, obwohl sie in Wahrheit doch voneinander abhängig sind.
Der Slogan des Kizuna-Projekts lautet deshalb für die Hinterleute:
„Einer für alle und alle für den Frieden“

Es geht unter die Haut

Im Laufe der ersten Folgen entwickelt sich dieses besondere „Netzwerk“ zwischen den Schülern. Zuerst sind es nur Schmerzen, die sie von dem jeweils anderen empfangen und sich teilen. Dann kommt auch noch die Gefühlsebene hinzu. Trauer einer, trauern alle, freut sich einer, freuen sich alle.
Die Thematik fasziniert mich wirklich sehr. Vor allem, da ich mir durchaus vorstellen kann, dass es so etwas geben kann.
Die Protagonisten, die alle sehr speziell sind, wachsen immer mehr zusammen und übernehmen Verantwortung füreinander. Aus einem Haufen völlig unterschiedlicher Menschen wird tatsächlich immer mehr eine Einheit. Was die einen freut, andere jedoch zuerst befremdlich finden.
Aber kein Charakter kann sich der Veränderung widersetzen. Vor allem, als die Verbundenheit auch an die Gefühlsebene geht, wird die Beziehungen unter den Kiznaiver fester und stabiler.

Schräg, schräger, am schrägsten

Den Zeichnungen und Hintergründen sieht man das Entstehungsstudio Trigger an. Sie haben alle was Eigenes, fügen sich jedoch nahtlos zusammen und ergeben mit den Hintergründen einen Guss. Allein die Optik des Animes weiß zu überzeugen.
Aber auch die Charakter sind, wie soll ich sagen, sehr Speziell.
Neben diesem Emo-Typ Katsuhiro, gibt es noch die Geheimnisvolle, den Raufbold, den Verschlossenen, die nervige Kackbratze, die Unnahbare und den Typ mit dem Schmerzfetisch.
Sie sind so unterschiedlich und speziell und dieses wird durch die Art der Zeichnungen unterstrichen.
Beeindruckend sind die Entwicklungen der Charaktere schon in den ersten 6 Folgen der Serie. Durch Aufgaben, die sie bestehen müssen, lernen sie, dass sie sich nicht nur selbst die nächsten sind. Und sie verstehen, dass Akzeptanz und gegenseitiges Verständnis für den Einzelnen wichtig ist.

Die Story passt

Mir haben die 6 Folgen voller Action und Spannung, aber auch Slapstick und Comedy sehr gut gefallen. Studio Trigger zeigt mi „Kiznaiver“, dass man auch ernste Themen mit Humor erzählen kann, ohne der die Botschaft und der Hintergrund des Animes ins Lächerliche gezogen wird.
Die Mischung aus Philosophie, Gesellschaftskritik und Unterhaltung passt. Herausgekommen ist ein etwas experimenteller Anime, der aber zu überzeugen weiß und mich völlig in seinen Bann gezogen hat. Ich freue mich sehr auf die nächste Blu-ray.

Kari

About Kari

Freak, Otaku, Leseratte, Waffelschaden, Cosplayerin, Fotografin und das alles mit rosa Zuckerwatte im Kopf. Erwachsen ist man noch oft genug, ich geh mal schaukeln!

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