„K Missing Kings“

„K Missing Kings“

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© 2014 GoHands, Shingo Suzuki, GoRA

Daten:

  • Regisseur(e): Hiromichi Kanazawa 
  • Sprache: Japanisch (DTS-HD 5.1), Deutsch (DTS-HD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region B/2
  • Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: 12
  • Studio: GoHands, KSM Anime
  • Erscheinungstermin: 24. Januar 2018
  • Produktionsjahr: 2014
  • Spieldauer: 71 Minuten
  • Preis: 23,99 € (DVD), 27,99 € (Blu-ray)

„K Missing Kings“

Wenn ich nun mit dem Satz starte „Willkommen im Universum von K“, dann ist das gar nicht so weit hergeholt. Denn „K“ ist ein Universum für sich, mit vielen unterschiedlichen Publikationen.
Alles fing mit dem Anime aus dem Studio GoHands im Jahr 2012 an. In 13 Episoden wurde die Geschichte von verschiedenen Clans und ihren Königen erzählt, die in einer alternativen Gegenwart in Japan leben und herrschen. Angehörige der Clans haben verschiedene übersinnliche Fähigkeiten, was sie von den „normalen“ Bürgern unterscheidet.
Nach der erfolgreichen Animeserie folgten diverse Mangas, ein Konsolen-Spiel und der Film.

 

Die Handlung knüpft an die Serie an

Der Film knüpft an die Animeserie an. Ein Jahr ist bereits vergangen. Nach den politischen Verwicklungen der Clans und den Kämpfen, ist der silberne König noch immer verschwunden. Kuroh und Neko haben die Suche nach ihm schon fast aufgegeben. Eines Tages jedoch treffen sie auf Anna und Rikio, die Mitglieder des roten Clans sind. Rikio und Anna werden von einem Unbekannten angegriffen. Kuroh kann den Angreifer jedoch in die Flucht schlagen und die beiden retten.
Die Mitglieder des silbernen Clans erfahren von den Mitgliedern des roten Clans, dass nun Mitglieder des grünen Clans auf den Plan getreten sind. Die sind hinter Anna her, da sie Fähigkeiten hat, die dem grünen Clan von Nutzen sein könnten. Dem grünen Clan gelingt es, trotz aller Vorsicht, Anna zu entführen.
Kurzerhand beschließen Silber und Rot sich zusammenzuschließen um gemeinsam gegen Grün agieren zu können. In der Hoffnung, Anna zu befreien und endlich den silbernen König zu finden.

 

Ks königliches Farbenspiel in Spielfilmlänge

Wenn man sich den Werbetext einprängt, dann ergibt königliches Farbenspiel tatsächlich Sinn, und zwar in allen Belangen.
Die Clans sind nach Farben benannt, so dass der Satz auf jeden Fall schon Berechtigung hat. Doch die Farben zeigen sich auch ganz toll in der Umsetzung des Films wieder. Die Farben sind kräftig. Alles wirkt einen Hauch intensiver, als es vielleicht sein sollte. Die CGI Elemente sind deutlich erkennbar, aber geben den strahlenden und leuchtenden Charakteren einen passenden Rahmen. Reflektierendes Sonnenlicht in Fenstern, bunte Lichter bei Dunkelheit bieten dem Zuschauer einen ganz besonderen Augenschmaus.

 

Vorkenntnisse erwünscht

Irgendwo hatte ich im Vorfeld gelesen, dass der Film auf der Serie „K“ basiert. Deswegen dachte ich mir nichts dabei, als ich die Blu-ray in den Player warf und den Film startete. Doch schnell wurde mir klar, die Charaktere haben alle schon viel erlebt, kennen sich untereinander und wissen um was es geht. Nur ich nicht, denn ich hatte die Serie vorher nicht gesehen.
Aber ich machte mich einfach belesen und kam dann doch schnell in die Geschichte rein.
Eigentlich hätte man das Vorwissen nicht gebraucht, denn wenn man sich auf die Story einlässt und einfach die Tatsache als gegeben hinnimmt, dass es zwischen den Protagonisten schon eine Vorgeschichte gibt, dann kommt man trotz allem irgendwie rein.
Dennoch verstand ich die Verhältnisse zwischen den Clans und die Grundstory hinter den Geschehnissen einfach schneller, als ohne meine Recherche.
Die Charaktere bringen schon viel an Potential mit und alle haben ihre eigenen Beweggründe, wie sie handeln und interagieren. Die Vergangenheiten und Beziehungen aus früheren Ereignissen machen jeden Protagonisten zu einem Charakter mit Tiefgang.

 

Fakten, die nix tun

Alles in allem gesehen mag ich die Story und die Art der Zeichnungen sehr.
Aber eines störte mich dann doch gewaltig.
Viele nackte Tatsachen und sehr eigenwillig, gewollte Kameraperspektiven, die mir mehr oder weniger Unterwäsche zeigten (eher weniger Unterwäsche, wenn ihr versteht, was ich meine). Die fraulichen Kurven haben schon viel Raum in dem Film eingenommen, aber nie habe sie etwas zur Handlung beigetragen. Wenn wenigsten mal eine Waffe aus der einen oder anderen Stelle gezogen worden wäre oder sonst irgendwas Abstruses, dann hätten diese übertriebenen Körperteile noch irgendwie Sinn ergeben. So jedoch handelte es sich nur um „Fanservice“, der für mich doch in dieser Art und Weise der Darstellung einfach übertrieben war.

 

Der Vollständigkeit wegen

Ich denke, alle Fans der „K“ Reihe sind mit dem bunten Film von Missing Kings gut bedient. Vorwissen kann bei dem Film auf jeden Fall nicht schaden, weil man sonst mehr Fragezeichen im Kopf hat und den Film einfach nur schwer versteht.
Die Machart der Zeichnungen und das Zusammenspiel der CGI Elemente und der Hintergründe wissen rein optisch zu überzeugen. Und auch bei den Protagonisten wird jeder Zuschauer seinen Liebling finden.
Wenn mich persönlich die viele, übertriebene Weiblichkeit nicht abgeschreckt hätte, hätte ich sicher auch noch zur Serie gegriffen.
So hatte ich jedoch etwa 80 Minuten ein Potpourri der tollsten Farben und politische Kämpfe, die sich das Leben nicht besser ausdenken kann.

Kari

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Freak, Otaku, Leseratte, Waffelschaden, Cosplayerin, Fotografin und das alles mit rosa Zuckerwatte im Kopf. Erwachsen ist man noch oft genug, ich geh mal schaukeln!

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