„ID-0“

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© ID-0 Projekt/Netflix

Daten:

  • Regisseur(e): Goro Taniguchi
  • Sprache: Japanisch/Deutsch
  • Untertitel: Deutsch
  • Streamingplattform: Netflix
  • FSK: nicht bekannt
  • Erscheinungstermin: April 2017 (Japan), Oktober 2017 (Netflix Deutschland)

Aus dem Studio Sanziger stammt dieser Anime. Mit 12 Folgen war es einfach, sich an einem verregneten Sonntagnachmittag auf das Sofa zu kuscheln und einfach vor Netflix hängen zu bleiben. Die Story war einfach fesselnd und die Musik mitreißend.


Eine ferne Zukunft, neuer Rohstoff und Roboter, die fliegen können

Wir befinden uns in einer fernen Zukunft. Mittlerweile wurde das Weltall von den Menschen, aber auch anderen Bewohnern des Universums, erobert. Dort befindet sich ein wertvolles, neues Mineral, welches hart umkämpft ist. Orichalt. Alle wollen es haben, der Verbund der Universen, Schwarzmarkthändler, Weltallpiraten. Orichalt birgt die nötige Energie, um Maschinen zu betreiben, aber noch viel wichtiger, die Menschheit am Leben zu erhalten. Mit dem Orichalt können die sogenannten I-Machines betrieben werden. Das sind Roboter, und mit Hilfe des Orichalts sind Lebewesen in der Lage, ihren Geist von ihrem Körper abzuspalten und in den Robotern als I-Machines zu leben und zu arbeiten. Dieses ist effizienter und sicherer als im eigenen Körper.

In dieser Welt lebt Allianz-Studentin Maya Mikuri. Sie studiert in der Akademie Biologie und auch sie versetzt ihren Geist immer wieder in die I-Machine, um im Studium Forschungen am Orichalt betreiben zu können. Während einer Orichalt-Grabung wird sie von Piraten „entführt“, als I-Machine. Ihr Körper befindet sich jedoch noch auf dem Schiff der Academy. Sie geht mit den Piraten einen Deal ein, um ihren Körper zurückzubekommen, nichts ahnend, dass sie geradewegs dabei ist, mehr über das Orichalt zu erfahren, als sie dieses als einfache Studentin jemals gekonnt hätte.

 

Protagonisten mit Tiefgang

Die Protagonisten der Serie wissen in jeder einzelnen Hintergrundgeschichte zu überzeugen. Vor allem ID-0, der als einziger nur noch in seiner I-Machine lebt, hat ein großes Geheimnis. Er weiß nicht mehr, wer er mal war. Mit Hilfe der Piraten-Crew will er sein eigenes Ich wiederfinden und auch seine Geschichte rekonstruieren.

Dann ist da noch ein geheimnisvolles Kind. Es spricht nicht, es kann den Weltall ohne I-Machine betreten und scheint auch sonst eine Menge an Vorgeschichte mitzubringen.

Eine Rebellin, die sich gegen den Verbund der Unsiversen stellt, dem sie zuvor angehörte. Weil einfach nicht alles so ist, wie man es ihr gesagt hat.

Jeder hat sein Päckchen, welches er zu tragen hat und seine ganz eigenen Gründe, sich den Piraten anzuschließen. Dieser Aspekt treibt die Story zügig, dabei aber sehr schlüssig, voran und es bleibt stets spannend.

Wer bin ich und warum?

Auch einen philosophischen Aspekt bedient die Serie, scheinbar einfach und nebenbei, jedoch mit sehr viel Hintergrund und Können. Was macht einen Menschen aus, wer sind wir und was wollen wir aus unserem Leben machen? Wie soll man sich an uns erinnern, wenn die Zeit des Abschieds gekommen ist? Und warum ist eine Identität so wichtig?

Und dann kommt da noch der mahnende Zeigefinger durch. Wir sollten stets unsere Beweggründe für unsere Handlungen hinterfragen und kurz innehalten. Sind die Informationen, die uns zu unseren Taten veranlassen, auch richtig?

Trotz der Action im Anime, der vielen futuristischen Technik und dem Science Fiction lebt der Anime somit auch von diesen leisen, fragenden und mahnenden Zwischentönen.

Umsetzung kann sich sehen lassen

Klassische Animeelemente werden gut mit CGI Technik gemischt, so dass optisch ein richtig rundes und sehenswertes Ganzes entsteht.

Der Soundtrack ist stimmig, sowohl Opening als auch Ending. Hintergrundmusik in der Serie und Soundeffekte geben dem Anime das gewisse Etwas und unterstreichen die Handlung positiv.

Die Untertitel sind in einer angenehmen Größe und Schriftart, aber auch die deutsche Synchronisation weiß zu überzeugen. Die Stimmen sind sehr passend gewählt, die Dialoge flüssig und nachvollziehbar.


Die Mischung stimmt einfach

Hier kommen Sci-Fi- und Mecha-Fans voll auf ihre Kosten. Der Anime ist eine gelungene Mischung aus Neon Genesis Evangelion, gepaart mit Gundam Wing und Saber Rider und dann gibt es noch eine gehörige Portion One Piece Feeling dazu. Eine Prise Humor noch oben drauf und die eine oder andere Fanservice-Schlüpfer-Szene machen ID-0 zu einem kleinen Highlight.

Ich war sehr positiv überrascht von der Serie und kann sie nur empfehlen. Mit 12 Folgen ist sie so eine typische „Mal eben“ geschaut Sache und Dank vieler Sinnesfragen an unser Leben und ins Herz gehende Hauptprotagonisten bleibt der Anime noch lange im Gedächtnis.

Jeder wird seinen Liebling in der Serie finden und vielleicht auch eine Antwort auf die Frage, warum nicht immer alles so ist, wie es im ersten Moment scheint.

Kari

About Kari

Freak, Otaku, Leseratte, Waffelschaden, Cosplayerin, Fotografin und das alles mit rosa Zuckerwatte im Kopf. Erwachsen ist man noch oft genug, ich geh mal schaukeln!

Kommentare (1)

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