„How to keep a mummy“

„How to keep a mummy“

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© 2018 Kakeru Utsugi, Studio Eight Bit

Daten:

  • Regisseur(e): Kaori
  • Sprache: Japanisch
  • Untertitel: Deutsch
  • FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
  • Studio: Eight Bit
  • Erscheinungstermin: 12. Januar 2018
  • Produktionsjahr: 2018
  • Spieldauer: 12 Folgen a 25 Minuten

Seit Januar 2018 läuft auf Crunchyroll im Simulacast die Serie „How to keep a mummy“. Die Serie beruht auf dem gleichnamigen Manga, der in Japan seit 2014 erscheint. Für die Anime-Adaption ist das Studio Eight Bit verantwortlich. Es gibt 12 Folgen mit einer Länge von etwa 25 Minuten.

Mal ein etwas anderes Haustier

Da sein Vater als Forscher überall auf der Welt herumreist, lebt Sora Kashiwagi bei seiner Tante Kaede Kashiwagi.
Soras Vater schickt seinem Sohn immer wieder Pakete von seinen Entdeckungen, die es jedoch alle in sich haben. Von verfluchten Puppen über menschenfressende Vogelscheuchen ist bisher alles an Horrorszenarien dabei gewesen. Deswegen ist Sora auch mehr als ängstlich, als der Postbote eines Tages einen riesigen Sarkophag liefert. Nur sehr vorsichtig öffnet Sora den Sarg, aus dem natürlich, wie zu erwarten, eine Mumie entsteigt, die lebendig ist.

Obwohl Sora zu Anfang sehr skeptisch ist, gelingt es der Mumie Soras Herz im Sturm zu erobern. Denn sie ist anders, als Sora erst dachte. Sie ist klein, so klein, dass sie auf nur eine Handfläche passt. Und das einzige, was die Mumie sich wünscht, scheint Liebe von Sora zu sein.
Aber was braucht man denn noch, um eine Mumie zu halten? Was fressen Mumien? Und können Mumien krank werden? Dies findet Sora gemeinsam mit seinen Freunden heraus.

Und noch mehr Mini-Tiere

Neben Sora bekommen auch befreundete Mitschüler auf die eine oder andere Weise Besuch von so kleinen Wesen. Ein Drache, eine Art Stier und etwas, das an eine Mischung von Wal und Meerschweinchen erinnert. Jedes dieser kleinen Lebewesen hat seine Eigenarten und jeder scheint genau bei dem Menschen zu sein, der für ihn bestimmt ist. Denn bald stellt sich heraus, dass sich nicht nur die Kinder um die kleinen Wesen kümmern müssen, sondern dass die kleinen Wichte auch den Kindern bei ihren Problemen behilflich sein können.

 

Zuckerschock

Die Umsetzung des Animes ist durchaus gelungen. Die Zeichnungen sind klar, die Farben kraftvoll und alles ist sehr hell und freundlich.
CGI Elemente sucht man in dem Anime vergeblich, oder sie sind mir einfach vor lauter „Ach, sind die alle süß“ nicht aufgefallen.

Die menschlichen Protagonisten gefallen mir sehr gut. Jeder bringt sein eigenes kleines Drama mit, seine eigene Geschichte und Trauma, was es aufzuarbeiten gilt. Von Mobbing in der Schule, über Ängste und Schüchternheit.

Auch die kleinen, bezaubernden Wesen haben ihr Eigenheiten. Während die kleine Mumie so ein kleiner, stets heulender Emo ist, ist der kleine Stier eher der Harte. Alles in allem ergänzen sich die Protagonisten sehr gut.

Die Musik und die Soundeffekte unterstreichen den „Kawaii-Faktor“ der Serie.
Die deutschen Untertitel sind flüssig und schlüssig und fügen sich problemlos in den Anime ein.

Mehr aber auch nicht

Jetzt würde ich hier gerne ausschweifend erzählen, was alles geschieht und welcher Hintergrund verfolgt wird. Aber mehr als Haustier-Tipps für heulende, kuschelnde Mumien und andere hamsterartige Viecher gibt es nicht. Alles zielt auf die Niedlichkeiten ab.
Ein wenig geht es natürlich auch ums Erwachsen werden und das Verantwortung übernehmen. Aber auch nur, wenn ich mich sehr darauf konzentriere.

Manchmal ist es doch sehr anstrengend für mich zuzuschauen, denn so richtig nimmt die Serie nicht an Fahrt auf. Es baut sich nicht so richtig ein Handlungsbogen auf, vielmehr ist es eher eine Aneinanderreihung von Folgen, die in sich abgeschlossen sind. Sie bauen nur mehr oder weniger aufeinander auf und es gibt zumindest im Beziehungsgeflecht der Protagonisten einen roten Faden.

Mal was für zwischendurch

„How to keep a mummy“ ist jetzt nicht das philosophische Highlight oder die spannendste Serie, die ich jemals gesehen habe. Es ist eine süß gemachte Comedy-Serie, die man mal so nebenbei und zwischendurch schauen kann. In kleinen Häppchen dosiert wird sie nicht langweilig und wenn man mal so etwas braucht, um seinen Wohlfühl-Kawaii-Akku aufzuladen, dann ist man mit der kleinen Mumie gut bedient.

Wer die kleine Katze Chi schon mochte, der kommt einfach an der kleinen Mumie nicht vorbei. Süß und niedlich und sehr entspannt in der dahinplätschernden Handlung.

Aber auch sehr wichtig, denn wer weiß schon, wie man sich eine Mumie hält?

Kari

About Kari

Freak, Otaku, Leseratte, Waffelschaden, Cosplayerin, Fotografin und das alles mit rosa Zuckerwatte im Kopf. Erwachsen ist man noch oft genug, ich geh mal schaukeln!

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