Haikyuu! Volume 3

Haikyuu! Volume 3

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Haikyuu Volume 3
© 2014 I. Furudate/Shueisha, „Haikyu!! Project, MBS.

Daten:

  • Regisseur: Susuma Mitsunaka
  • Sprache: Japanisch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region B/2
  • Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Studio: peppermint anime
  • Erscheinungstermin: 08. Dezember 2017
  • Produktionsjahr: 2014
  • Spieldauer: 150 Minuten
  • Preis: 35,49 € (Blu-ray), 33,49 € (DVD)

Vor einiger Zeit habe ich euch die zweite Volume von Haikyuu! vorgestellt. Netterweise hat uns peppermint anime auch die Dritte zur Verfügung gestellt, die die Episoden 13 bis 18 beinhaltet. Diese ist am 8. Dezember 2017 in Deutschland auf Blu-ray und DVD erschienen. Nachdem mir die zweite Volume sehr gut gefallen hat, ich aber trotzdem einige Kritikpunkte hatte, war ich natürlich sehr gespannt, zu erfahren, ob meine kleinen Kritikpunkte auch in der dritten Volume noch existieren. Da ich die zweite Volume sehr ausführlich betrachtet habe, werde ich in der Folgenden Review eher auf die Veränderungen eingehen, weshalb diese Review etwas kürzer sein wird.

Auf zum Schulturnier!

Nachdem wir in der zweiten Volume endlich alle Teammitglieder von Karasuno kennengelernt haben, konnte man die ersten wirklich wichtigen Testspiele begutachten. Volume 3 setzt genau hier an: Nachdem in der zwölften Episode das Freundschaftsspiel gegen die Nekoma-Schule begonnen hatte, sieht man in der dritten Volume die wirkliche Stärke des Karasuno-Teams. Vor diesem Spiel gab es noch kein wirkliche Begegnung mit einem ernstzunehmenden Gegner (Kitagawa Daiichi spielte beispielsweise nicht mit der Stammelf), weshalb unsere Protagonisten nicht wussten, wie stark sie wirklich sind. Das spannende Spiel gegen Nekoma zeigt ihnen aber, dass sie in Bestbesetzung auch mit sehr starken Gegnern mithalten können. Die Spieler der Mannschaften freunden sich sogar an, da sie ähnliche Ziele haben.

Wer Sportanime schaut, kennt „Inter-Highs“, Qualifikationsturniere für die japanischen Schulmeisterschaften in verschiedenen Sportarten. Auch Karasuno möchte an diesem Turnier teilnehmen und ist sich sicher, dass sie mit ihren neuen Spielern auch eine Chance gegen die scheinbar unbesiegbare Mannschaft von Aoba Johsai haben. Anfangs wird das Team von Karasuno von ihren Gegnern nicht ernst genommen, da niemand mitbekommen hat, dass sie durch Hinata und Kageyama auf einmal wieder ein starkes Team haben. Relativ schnell bemerken aber Gegner sowie Publikum, dass die „Krähen“ keine Schwächlinge mehr sind. Wie stark sie wirklich sind und welche Herausforderungen sie überwinden müssen, erfahrt ihr nur, wenn ihr euch die dritte Volume von Haikyuu! selbst anschaut.

Endlich geht es los?

In der Review zur letzten Volume von Haikyuu! merkte ich an, dass ich zwar wirklich viel Spaß mit der Serie hatte, ich aber hoffte, dass in den nächsten Folgen nun endlich wichtige Spiele Teil der Handlung sein werden, da mir bis zur zwölften Episode die Spannung fehlte, die so viele Sportanime erst wirklich interessant macht. Glücklicherweise passiert genau dies in Haiykuu! Volume 3. Das Freundschaftsspiel gegen Nekoma ist zwar nicht Teil eines Turniers, aber trotzdem sehr spannend, da es der erste wirkliche Test gegen ein starkes Team ist. Da Karasuno selbst – aber man auch als Zuschauer – nicht unbedingt weiß, wie stark Hinata und seine Freunde im Vergleich zu anderen Mittelschülern sind, entsteht trotzdem eine gewisse Spannung.

Zusätzlich beginnt ab der 15. Folge endlich das Inter-High Turnier. Turniere gehören zu den wichtigsten Arcs eines jeden Sportanime, da man hier mit den Protagonisten mitfiebern kann, neue Charaktere kennenlernt und die Shounen-typischen „Kämpfe“ hier stattfinden. Wie in vielen dieser Serien beginnt das Turnier mit einem eher einfachen Spiel, in dem Karasuno ihren Kritikern zeigen kann, dass mit ihnen wieder zu rechnen ist. Da es natürlich langweilig wäre, wenn das Team nur gegen schwache Gegner spielen würde, bekommen sie es in der zweiten Runde direkt mit der „Dateko-Schule“ zu tun. Dieses Team ist dafür bekannt eine extrem starke Defensive zu besitzen.

Andere Charaktere werden immer wichtiger

Diese Art von Gegner ist perfekt dafür geeignet, die Schwächen des Karasuno-Teams – insbesondere von Hinata – aufzuzeigen. Bisher hat es gereicht, sein Zusammenspiel mit Kageyama zu nutzen, um die Spiele zu gewinnen, da kaum ein Gegner wusste, wie er sich gegen diesen Angriff verteidigen soll. Dateko – die „Eiserne Mauer“ – ist aber nicht so einfach zu knacken, wodurch andere Charaktere zeigen müssen, welche Stärken sie haben. Hierdurch wird der Fokus stärker auf die anderen Charaktere (insbesondere Azumana) gelegt, was eine gelungene Abwechslung darstellt.

Sehr erfreut war ich auch, dass Yamaguchi – der dritte Erstklässler von Karasuno – ins Rampenlicht gerückt wird. Er spielt eine interessante Rolle in der Geschichte, da er – im Gegensatz zu Hinata und Kageyama – kein Volleyball-Genie ist. Er hat kein besonders großes Talent, sondern muss sich alles hart erarbeiten. Dies führt dazu, dass man sich als Zuschauer sehr gut in ihn hineinversetzen kann. Leider war er in den Spielen in der dritten Volume nicht so wichtig, wie ich es mir erhofft habe. Ich erwarte aber, dass er im Laufe der Staffel wieder den Platz betreten kann.

Spannungsaufbau

Generell sind die Charaktere eine große Stärke von Haikyuu!. Die dritte Volume zeigt dies sogar noch deutlicher, da hier mehrere Rivalen vorgestellt werden. Die Designs dieser Charaktere sowie ihre ersten Szenen reichen dabei aus, um uns ein Bild von ihnen zu machen. Sie werden jedoch nicht als einfache „Rivalen“ dargestellt, vielmehr beginnt man im Laufe der Zeit mit ihnen zu sympathisieren, wodurch die Spiele noch spannender werden. Auf der einen Seite würde man sich freuen, wenn „Dateko“ gewinnt, auf der anderen Seite verfolgt man natürlich die Geschichte aus der Sicht von Karasuno und möchte sehen, wie diese sich entwickeln.

Dies hilft auch dabei, die Spiele spannender zu gestalten, da man relativ schnell sieht, welche Stärken und Schwächen die jeweiligen Gegner haben (dies trifft besonders auf das Freundschaftsspiel gegen Nekoma zu). Zuschauer können nun selbst Strategien überlegen, wie die Gegner besiegt werden könnten. Die deutsche Umsetzung befindet sich auf einem ähnlich guten Niveau wie die der vorherigen Volumes. Die kleinen Kritikpunkte, die ich in meiner Rezension zur zweiten Volume erwähnt habe konnten bisher leider noch nicht behoben werden.

Dafür hat sich die Animationsqualität noch etwas verbessert, was daran liegt, dass nun spannende Spiele noch stärker im Vordergrund stehen, in denen die Animationsqualität noch besser zur Geltung kommt.

Eine gelungene Fortsetzung

Die dritte Volume von Haikyuu! ist meiner Meinung nach bisher die Beste. Die Story hat nun endlich Fahrt aufgenommen, wodurch die Spannung enorm steigt. Dies führt dazu, dass man gar nicht abwarten kann, die nächste Volume in den Händen zu halten. Insbesondere das Spiel gegen „Aoba Johsai“ wird sicherlich sehr spannend werden. Für die weiteren Volumes erhoffe ich mir, dass die Synchronsprecher der Nebencharaktere eventuell noch etwas passender ausgewählt werden, sowie dass noch stärker der Fokus auf die anderen Charaktere des Karasuno-Teams (Yamaguchi oder Tsukishima beispielsweise) gelegt wird.

Wir sprechen auf jeden Fall eine Kaufempfehlung für alle Fans von guten Shounen- oder Sportanime aus!

About Shin

Shin hat im Jahr 2016 sein Masterstudium in Soziologie abgeschlossen und arbeitet derzeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität. Anime mag Shin schon seit sehr vielen Jahren. Spätestens seit dem Besuch seiner ersten Convention - der Connichi 2003 - ist er fasziniert von der Welt der Anime. Seit August 2016 ist Shin festes Mitglied von Jimoku und kümmert sich zum größten Teil um das Schreiben von Reviews. Sein Lieblingsanime ist "Space Brothers".
Autor: Shin
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