God Eater – Vol. 2

God Eater – Vol. 2

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Cover God Eater Vol. 2
© BNEI / PROJECT G.E.

Daten:

  • Regisseur(e): Takayuki Hirao
  • Sprache: Japanisch (DTS-HD 2.0), Deutsch (DTS-HD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region B/2
  • Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: KSM GmbH
  • Erscheinungstermin: 17. Oktober 2016
  • Produktionsjahr: 2015
  • Spieldauer: 95 Minuten
  • Preis: 42,99€

God Eater – Vol. 2

Die tragischen Schicksale hinter dem Action-Anime

Nach 5 Folgen Dämonen-Gemetzel und coolen Sprüchen kommt jetzt der Tiefgang? Der Weg dorthin wurde immerhin schon geebnet und das überraschende Ende der letzten Episode in Vol. 1 machte mich schon neugierig, wie es wohl weitergehen würde. Die nächsten 4 Folgen packte KSM-Anime jetzt auf Vol. 2.

Die Lage um Lenka Utsugi und Alisa scheint nahezu aussichtslos. Umzingelt von blutrünstigen Aragami, weit abgeschnitten von dem rettenden Stützpunkt und ohne einen God Arc, der sie beschützen kann, finden sie sich in den Trümmern ihres Einsatzortes wieder. Dennoch können und wollen sie nicht aufgeben. Trotzdem Lenkas Waffe im letzten Kampf gegen einen WashRa zerbrochen wurde, macht er sich mit seiner Verbündeten auf den Weg, wenigstens deren God Arc zu retten. Doch bei einem weiteren Angriff der Dämonen wird klar, dass Alisa einiges der furchtlosen Kriegerin eingebüßt hatte.

Von Lindow gerettet werden Alisa und Lenka in einen außerhalb der Stadt liegenden geheimen Stützpunkt gebracht, in dem diejenigen Menschen, die von der Organisation Fenrir abgewiesen worden waren, Schutz finden.

In diesem Zusammenhang wird der Kommandant der Ersten Einheit genauer charakterisiert. Die coole Figur des „Lindow“ bekommt einen Hintergrund und sogar eine Art Tiefgang. Er stellt Lenka die bedeutende Frage, weshalb er zum God Eater wurde und erweitert dessen Blickwinkel. Der Verdacht, hinter Lindow stehe doch mehr als ein lässiger Dämonen-Schlachter, entsteht.

Auch Lenka macht in den Episoden 6-9 eine beachtliche Entwicklung durch. Angetrieben durch Lindows Worte übernimmt er die Verantwortung für Einheit Eins, stellt bedeutende Strategien zusammen und überzeugt so selbst seine Majorin Amamiya.

Mit der daraus geschöpften Entschlossenheit empfängt Lenka selbst die absolute Hiobsbotschaft seines Arztes bravourös.

Alisa wird zum neuen Opfer der Organisation Fenrir. Ein verzweifeltes Weisenkind, das in Kindertagen schon den größten Verlust verarbeiten musste, von da an nichts anderes kennenlernte als gegen Dämonen zu kämpfen und schließlich durch das widerkehrende Kindheitstrauma gebrochen wurde. Von Angst und dem Gefühl der Nutzlosigkeit getrieben vertraut sie sich dem Psychoklempner Fenrirs an, der ihr unter Johannes von Schicksals Anleitung die Geheimnisse um Lindows verborgenen Stützpunkt entlockt und sie umprogrammiert.

Stilistisch bleibt sich God Eater selbst treu. Wieder bringen kurze schwarz/weiß Rückblenden in das Jahr 2050 mehr Klarheit über die Entstehung der Aragami, Nährboden für die finale Episode des Vol. 2 „Soma Schicksal“.

Dem zuvor nur am Rande beachtete Soma, ein weiteres Mitglied der Ersten Einheit, wird eine tragische Vergangenheit geschenkt. Ausgerechnet dieser Todesengel wird Lenka in einer bedeutenden Mission zugewiesen, durch die die Grundlage für einen machtvollen Schlag gegen die Aragami geschaffen werden soll. Eine durch und durch pessimistische, nahezu depressive, wenn auch heldenhaft mutige Kampfmaschine, die sich von einem Neuling anleiten lassen soll?

Vielleicht war es nur mal an der Zeit, dass ein naives auf das hoffnungslose Herz trifft.

Das zweite Volume des Anime God Eater ist alles andere als ein den Anfang und das Ende verknüpfender Lückenfüller. Zweifelsohne ebnen die 4 Episoden den Weg in ein hoffentlich episches Finale.

Viele Fragen bleiben offen, teilweise erscheint die Situation aussichtslos, wurde endlich das Rätsel um die Geburt neuer Aragami gelöst. Wie wird Alisa in Folge ihrer Gehirnwäsche agieren und was wird aus Lindows nun nicht mehr ganz so geheimen Stützpunkt? Und nicht zuletzt, wird Lenka sein Todesurteil umgehen können?

Wie geht es mit der menschlichen Zivilisation weiter und welchen Geheimnissen um Fenrir und das Projekt Aegis konnte Lindow auf die Schliche kommen?

Auch wenn der Zeichenstil und die Darstellung der Aragami in den ersten Folgen des ersten Volume für mich noch recht gewöhnungsbedürftig waren, konnte ich mich nun doch damit anfreunden. Auch die zunächst eher tristen Charaktere konnten mich endlich durch die teils tragischen Hintergrundgeschichten überzeugen.

Dass der anfängliche Hau-drauf-Anime noch solchen Tiefgang erhält, wobei die blutrünstigen Gemetzel nicht länger im Vordergrund stehen, überraschte mich zwischenzeitlich. Und so erwarte ich das Finale mittlerweile fast ungeduldig, auf jeden Fall aber vorfreudig.

Hoffentlich schraubte der inhaltsreiche Mittelteil des 13 Episoden umfassenden Animes die Ansprüche dafür nicht zu hoch.

Ruka S Orion

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