„Digimon Adventure“

„Digimon Adventure“

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© 1999 Toei Animation

Daten:

  • Regisseur(e): Hiroyuki Kakudou
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region B/2
  • Bildseitenformat: 4:3, 1.33:1 (1440x1080p)
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: ab 6 Jahre
  • Studio: Toei Animation
  • Erscheinungstermin: 18. Mai 2018
  • Produktionsjahr: 1999
  • Spieldauer: ca. 397 Minuten
  • Preis: 79,99€

Voller Stolz und Freude dürfen wir von Jimoku verkünden, dass wir noch vor der Veröffentlichung am 18. Mai 2018 die Chance hatten, die neu überarbeiteten, ersten 18 alten, neuen Digimon Folgen in Full HD zu schauen.
Und ich habe endlich mal die Chance genutzt um ganz jungfräulich an die Serie zu gehen und mich darauf einzulassen. Denn ich muss zu meiner Schande gestehen, Digimon ging völlig an mir vorbei, da ich mit meinen 22 Jahren, als die Serie im deutschen TV im Jahr 2000 lief, irgendwie aus der Materie rausgewachsen war.
So gehe ich als Digimon-Frischling an die auf 1000 Stück begrenzte Blu-ray ran und werde euch hier meine Meinung schildern, auch wenn viele die Handlung und andere Sachen gar nicht mehr brauchen, weil es für euch alle bereits ein Klassiker ist.

 

Eine digitale Parallelwelt

Die Geschichte beginnt im Sommer 1999. Es sind Sommerferien und die Kinder Tai Yagami, Matt Ishida, Matts kleiner Burder T.K., Sora Takenouchi, Izzy Izumi, Joe Kido und Mimi Tachikawa verbringen eine gemeinsame Zeit in einem Feriencamp. Es scheint ein ganz normaler Sommer zu sein. Doch dann beginnt es urplötzlich zu schneien und die Kinder staunen nicht schlecht.
Vor den Kindern erscheint so eine Art Minicomputer, die sogenannten Digivices, und eh sie sich versehen, werden sie in die Digiwelt transportiert.
Sie können sich erst keinen Reim auf das alles machen und versuchen nun Antworten auf die mysteriösen Ereignisse zu erhalten. Sie befinden sich auf der File-Insel. Und diese Insel hat eine große Überraschung für jedes Kind parat. Nach und nach treffen die Kinder auf ihre Digimon-Partner.
Und auch der erste Kampf lässt nicht lange auf sich warten.
Sie treffen auf Kuwagamon. Dies ist ein Käferdigimon, dass ihnen nicht sonderlich wohlgesonnen ist, und sie angreift.
Die Digivices stellen sich als nützliche Geräte heraus. Mit der Hilfe der Digivices können sich die niedlichen und unschuldig aussehenden kleinen Digimon nämlich verwandeln, sie digitieren zu größeren und stärkeren Digimon, die den Kampf mit den feindlichen Digimon sehr leicht aufnehmen können.
Für die Kinder und ihre neuen Freunde beginnt ein großes Abenteuer. Warum sind sie auf der Insel und wie finden sie den Weg zurück nach Hause in ihre Welt?

 

Anders

Ich glaube, ich bin mittlerweile verdorben. Verdorben von den vielen Anime, die mit etwa 12 Folgen für eine Staffel auskommen. Digimon Adventure hat tatsächlich ganze 52 Folgen. Und das merkt in den ersten 18 Folgen der ersten Blu-ray. Die Handlung beginnt eher zögerlich und baut sich auf. Aber das tut der Serie ungemein gut. Jedes Kind bekommt so seinen ganz eigenen Charakter, der sich im Laufe der Folgen herauskristallisiert und sich durch die Ereignisse entwickelt. Sie kommen an ihre Grenzen, müssen sich immer wieder hinterfragen, müssen sich vertrauen und auch ihre Schwächen eingestehen.
Erst dachte ich, okay, ich ahne, warum ich nie weiter als bis zur dritten Folge gekommen bin und dann einfach nicht weitergeschaut habe, obwohl mein Mann die Serie besitzt. Aber irgendwann packte es mich einfach. Ich wollte endlich verstehen, warum diese Serie in der Szene so sehr beliebt ist. Es gab jetzt nicht diesen Aha-Moment. Vielmehr entwickelte es sich schleichend über 18 Folgen hinweg. Matt und Co sind so ganz kleine Charmeure, die mir ans Herz wachsen und die gemeinsam mit ihren Partner-Digimon alle ihre ganz eigenen Gründe mitbringen, warum ich gerne wissen will, wie es weiter geht. Natürlich sind die Kinder noch wirkliche Kinder mit ihren 8 bis 12 Jahren und sie handeln manchmal kindlich-naiv. Doch auch immer wieder scheint etwas weises und sehr lebenserfahrendes durch sie hindurch, was die Entwicklung der einzelnen Charaktere sehr vorantreibt und die Kinder reifen lässt.

 

Optisch auf Hochglanz poliert

Es ist ein Klassiker und diesem Klassiker sieht man die Machart des Studios Toei Animation an. Doch erkennt man sehr deutlich, dass nachpoliert wurde. Die Farben sind klar, das Bild ist ohne Bildrauschen oder den Charme einer Videoaufnahme.  Die gesamte Optik ist sehr rund. Hintergründe und Animationen bilden eine Einheit und fügen sich nahtlos ineinander. Vor allem die Digitationen der Digimon sind ein optischer Augenschmaus und müssem sich hinter neuen Serien nicht verstecken.

 

Die Musik reißt mit

Auch wenn ich die Serie vorher nicht kannte, kannte ich zumindest das Opening „Leb deinen Traum“ von Frank Schindel und kann es mitsingen. Das wurde auf der überarbeiteten Version nicht geändert und ist supergut wie eh und je.

 

Sehr empfehlenswert

Ich bis so froh, endlich doch Digimon schauen zu können. Da geht ein richtig großer Dank an KSM und auch an Jimoku. Denn ohne euch hätte ich das noch immer nicht durchgezogen. Digimon ist völlig zurecht eine der beliebtesten Animeserien aller Zeiten. Packende, gut durchdachte Story, tolle Charaktere und einfach zuckersüße Digimon.
Der Preis von 79,99 erscheint vielleicht zunächst happig für 18 Folgen, aber die  Serie wurde nicht einfach größer gezogen, damit das Bild angepasst werden konnte. In viel Kleinstarbeit wurden vielmehr Pixel hinzugefügt, um dem Bild die nötige Schärfe zu geben und die Digitationen wurden ebenfalls komplett neu animiert.
Alle, die Digimon schon immer geliebt haben, sollten sich in jedem Fall eine von den 1000 Blu-rays sichern. Aber auch Neulinge, wie ich, werden die Digiritter und ihre Digimon schnell in ihr Herz schließen, weil sie dort einfach hingehören.
Als kleine Extras wird die Blu-ray eine Bildergalerie, diverse Trailer und einen exklusiven Aufsteller von Tai und Agumon beinhalten.

Kari

About Kari

Freak, Otaku, Leseratte, Waffelschaden, Cosplayerin, Fotografin und das alles mit rosa Zuckerwatte im Kopf. Erwachsen ist man noch oft genug, ich geh mal schaukeln!

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