„Citrus“

„Citrus“

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© 2018 Saburouta, Passion

Daten:

  • Regisseur(e): Takeo Takahashi
  • Sprache: Japanisch
  • Untertitel: Deutsch
  • FSK: 12
  • Studio:Passion
  • Erscheinungstermin: 06. Januar 2018
  • Produktionsjahr: 2017
  • Spieldauer: 12 Folgen a 24 Minuten
  • Streamingdienst: Crunchyroll

Der Anime „Citrus“, der in der Winterseason 2018 im Streamingdienst „Crunchyroll“ in Deutschland auch im Simulcast lief, basiert auf einer Mangareihe von Saburouta. 2017 entstand unter der Regie von Takeo Takahashi im Studie Passione die 12-teilige Animeserie. Ab dem 06. Januar 2018 lief die Serie in Japan und auch bei Crunchyroll.

 

Großstadtmädchen in konservativer Mädchenschule

Yuzu Aihara ist ein Mädchen, das durch ihr Äußeres auffällt. Blonde Haare, modisch gekleidet, spontan und lebenslustig. Ihre Mutter heiratet erneut und sie zieht von der Großstadt in den kleineren Nachbarort. Dort muss sie auf die Mädchenschule. Yuzu fällt die Eingewöhnung schwer. Sie eckt mit ihrer Art bei ihren Mitschülerinnen an und mit ihrer angeheirateten Stiefschwester, die auch noch Präsidentin des Schülerrats ist, kommt sie auch nicht klar. Mei Aihara ist sehr speziell. Und als Mei Yuzu noch auch noch küsst, weil sie angeblich so genervt von dem Gerede ihrer Stiefschwester ist, ist Yuzu völlig bedient.
Es war ihr erster Kuss, und auch noch von einem Mädchen. Yuzus Gefühle fahren Achterbahn, doch Mei scheint gefühlskalt und berechnend zu sein.
Yuzu muss sich und ihre Gefühle zu Mei, ihrer Stiefschwester, hinterfragen.
Was ist eigentlich Liebe und darf sie Mei wirklich lieben?

 

Charaktere mit Tiefgang

Die ersten drei Folgen des Anime sind schon sehr skurril. Gerade die Art von Mei, sehr barsch und ohne Rücksicht auf Verluste und mit einem doch sehr hoch anmutenden Gewaltpotential, verschreckt mich. Dafür jedoch ist Yuzu ein Charakter, den man sofort mag und bei der man auf Gefühlsebene unmittelbar mitfiebern kann.
Doch nach und nach entwickeln sich die einzelnen Charaktere und man versteht immer mehr, was hinter den einzelnen Handlungen steckt und warum sie so reagieren wie sie reagieren. Durch Rückblenden, lernt man die Protagonisten kennen und bekommt viel Hintergrund zu den Charakteren in einer spannenden Art und Weise geliefert.
Man entwickelt als Zuschauer Sympathien und jeder Protagonist bekommt einen ganz eigenen Platz im Herzen.
Und das wird von Folge zu Folge intensiver. Man geht durch Höhen und Tiefen mit Mei und Yuzu, deren Beziehung durch Unerfahrenheit, Eifersucht, Verletzlichkeit und Verlustängste geprägt sind.

 

Yuri

Natürlich kommt auch, wie das Genre des Anime verrät, der Yuriaspekt, nicht zu kurz. Eindeutige Handlungen, viel Knutscherei mit Zunge und Nacktheit werden gezeigt. Alles in allem war es in einem sehr angemessenen Maße, obwohl ich hin und wieder, nur für meinen Geschmack, die eine oder andere Zunge und den Hautausschnitt nicht gebraucht hätte.
Mich weiß die Story allein zu überzeugen.
Aber ich wusste durch das Anteasen als Yuri, auf was ich mich einlasse und fand das Slice of Life und Romance Thema gut mit den Erotikmomenten kombiniert, so dass ich sie akzeptieren konnte.

 

So schöne Mädchen

Ich mag den Zeichenstil wirklich sehr. Die sehr gut ausgearbeiteten Hintergründe und die individuellen Charaktere machen den Anime optisch zu einer sehr runden Sache. Gefühle und Situationen spiegeln sich in den Gesichtern der Protagonisten wieder, so dass sie, mit den japanischen Synchronstimmen dazu, lebendig werden. Das trägt zusätzlich dazu bei, dass die Charaktere glaubwürdig und nachvollziehbar agieren.
Die Untertitel sind in passender Größe und flüssig zu lesen.

 

Man muss es mögen

Gerade Erotikanimes sind ja immer Geschmackssache. Ich persönlich suche mir diese Animes auch nicht expliziert aus. Aber ich muss gestehen, ich war sehr neugierig. Hat so ein Erotikanime eigentlich eine Handlung?
Ich bereue meinen Mut nicht. Natürlich gab es sexuelle Handlungen, aber die haben mich nicht gestört. Sie gehörten halt dazu.
Der Anime überzeugte und fesselte mich durch interessant ausgearbeitete Charaktere und eine Story, die für mich spannend war.
Ich bin Yuzu und Mei gerne auf diesem Weg gefolgt. Es war eine Reise von Teenagern, die mit sich selbst klarkommen und verstehen mussten, was Liebe bedeutet.
Eigentlich war der Anime für mich mehr Slice of Life mit Yuri-Momenten, die dem Anime eine ganz eigene, spannende Note gegeben haben, den man halt mögen muss.

Kari

About Kari

Freak, Otaku, Leseratte, Waffelschaden, Cosplayerin, Fotografin und das alles mit rosa Zuckerwatte im Kopf. Erwachsen ist man noch oft genug, ich geh mal schaukeln!

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