„Charlotte“

„Charlotte“

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© Na-Ga, Key, Jun Maeda, . Studio P.A. Works , peppermint Anime

Daten:

  • Regisseur: Yoshiyuki Asai
  • Sprache: Japanisch (DTS HD 2.0 Stereo), Deutsch (DTS HD 2.0 Stereo)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region B/2
  • Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1 (die ersten 6 Folgen)
  • FSK: 12
  • Studio: Studio P.A. Works
  • Erscheinungstermin: 30. September 2016 (Deutschland)
  • Produktionsjahr: 2015
  • Spieldauer: 175 Minuten (1 Disc)
  • Preis: 29,99 (DVD), 36,99 (Blu-ray)
  • Streamingdienst: Netflix (seit März 2018)

Diese Review bezieht sich auf die Video on Demand Fassung

Die Serie „Charlotte“ basiert auf einem Videospiel. Studio P.A. Works nahm sich des Stoffs an und entwickelte 2015 einen Anime aus der Story. Entstanden ist eine 13-teilige Animeserie, die Dank peppermint 2016 auch auf DVD/Blu-ray nach Deutschland kam.
Seit März 2018 können sich Fans die Serie nun auch auf dem Streamingdienst Netflix anschauen.

 

Neben der Pubertät auch noch Superkräfte

Yuu Otosaka lebt mit seiner kleinen Schwester Ayumi zusammen. Beide gehen auf eine gewöhnliche Schule.  Yuu ist nun mitten in der Pubertät. Für Yuu bedeutet das, dass er nicht nur die gewöhnlichen Teenie-Erscheinungen hat, sondern er hat auf einmal auch Superkräfte. Er kann für eine sehr kurze Zeit mit seinem Geist den Körper anderer Menschen übernehmen und diese steuern.
Diese Kraft nutzt Yuu natürlich aus. Vor allem in der Schule nutzt er seine Fähigkeiten. Er spickt bei Tests, er manipuliert Leute und tut alles, um durch sein Talent alltägliche Vorteile nutzen zu können. Eines Tages trifft er auf Nao Tomori und Jōjirō Takajō. Auch die beiden haben Superkräfte. Nao kann sich unsichtbar machen, dabei kann sie sogar bestimmen, wer sie nicht sehen soll. Jōjirō Takajō ist superschnell.
Nach einem kleinen Kampf eröffnen die beiden Yuu, dass sie Schüler der Sternenmeerakademie sind. Dies ist eine Schule für Schüler wie Yuu. Schüler, die in ihrer Pubertät Suberkräfte entwickeln. Die Schule soll diese Teenager vor der Regierung beschützen, die diese Kräfte natürlich für sich nutzen und erforschen wollen. Nach einiger Skepsis stimmt Yuu der Aufnahme auf der neuen Schule zu. Er wird Mitglied im Schülerrat und ist nun mit Nao und Jōjirō für die Rekrutierung weiterer Schüler mit übersinnlichen Fähigkeiten zuständig.

 

Einfach nur ein Schulanime?

Die ersten 6 Folgen der Serie passiert nun wirklich nicht viel. Der Schülerrat rekrutiert weitere Schüler, darunter auch ein Idol, die den Geist ihrer toten Schwester in sich trägt.
Yusa wird ein weiteres Mitglied des Schülerrats.
Die anderen Rekrutierten werden einfach nur Schüler und nehmen keinen Einfluss auf die Handlung. An sich ist wenig Bewegung in der ersten Hälfte der Serie und die Charaktere sind eigentlich nur nervig. Yuu ist sehr arrogant, Nao unnahbar und Jōjirō scheint irgendwie verpeilt. Selbst die kleine Schwester von Yuu, Ayumi, kann einem gehörig auf den Zeiger gehen. Mit ihrem ständigen „Brüderchen“-Gerufe und die Tatsache, dass sie auf jedes Gericht, welches sie für „Brüderchen“ zubereitet, Pizzasauce draufknallt und es damit ungenießbar macht, hat sie mich ab und zu fast zum Ausschalten und Abbrechen der Serie gebracht.
Es war nur Geplänkel, es baute sich kein Spannungsbogen auf. Schlicht, es war einfach zum Gähnen langweilig und die Protagonisten waren einfach nur doof. Alles ist Schulalltag, mit ein bissel Fantasy und eine lahme Bruder-Schwester Beziehung, nicht nur zwischen Yuu und Ayumi.

 

BÄMM

Eigentlich hätte ich nach spätestens drei Folgen den Anime abgebrochen. Aber ein leises Stimmchen sagte mir, dass ich dann bestimmt was verpassen würden. Schließlich sagte mir der detaillierte und liebevolle Zeichenstil zu, die Protagonisten hatten zumindest in den Zeichnungen alle etwas Eigenes an sich und die Musik mochte ich sehr. Optisch war der Anime total mein Fall. Und ich muss zugeben, in den ersten Folgen gab es so viel Slapstick, dass ich zumindest nicht beklagen konnte, nicht genug gelacht zu haben.
Was soll ich sagen? Mein Durchhaltevermögen wurde belohnt. Ein Schicksalsschlag, den Yuu erleben muss, brachte die Story nun endlich ins Rollen. Die Superkräfte wurden ins richtige Licht gerückt und es wurde endlich spannend. Von Schuldrama entwickelte sich der Anime nun endlich zu Thriller und Mystery.
Der Anime nahm richtig Fahrt auf, wurde dramatisch, traurig und nachvollziehbar. Auch bekamen die Charaktere nun endlich etwas mehr Tiefe und man verstand ihre Handlungen besser.

 

Großartige Idee mit verschenktem Potential

Alles in allem finde ich die Idee und den Hintergrund des Animes wirklich spannend. Eine Gruppe Jugendlicher mit Superkräften, Regierungen, die die Kinder ausnutzen und erforschen will, eine Widerstandsgruppe, die kämpft.
Alle Faktoren, um eine richtig spannende und vielschichtige Geschichte zu erzählen, sind vorhanden. Leider muss ich sagen, dass einfach der Aufbau nicht stimmt.
Die 13 Folgen insgesamt hätten viel besser genutzt werden können. Stattdessen kommt es einem so vor, als hätten die Macher der Serie für die ersten Folgen keine Idee gehabt und dann kamen die Ideen ZackZack, eine nach der anderen, und es musste der Rest schnell runtererzählt werden, weil man ja mit 13 Folgen auskommen muss.
Die ersten 6 Folgen hätte man gut und gerne auch in 2 Folgen stecken können, um dann dem Mysterie- und Thrilleraspekt einfach mehr Raum zur Entwicklung zu geben.

 

Einfach durchhalten

Ich mag den Anime wirklich sehr und lege ihn euch trotz einiger Kritik ans Herz.
Man muss einfach durch diese ersten 6 Folgen durch, die so ein wenig schwächeln. Nichts desto trotz sind sie witzig gemacht. Wer dann bis zur 7. Folge durchgehalten hat, wird mit Nervenkitzel und Drama belohnt.
Schaut euch „Charlotte“ an und bildet euch selbst eure Meinung.

Kari

About Kari

Freak, Otaku, Leseratte, Waffelschaden, Cosplayerin, Fotografin und das alles mit rosa Zuckerwatte im Kopf. Erwachsen ist man noch oft genug, ich geh mal schaukeln!

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