„B – The Beginning“

„B – The Beginning“

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© 2018 Production I.G., Netflix

Daten:

  • Regisseur(e): Regisseuren Kazuto Nakazawa und Yoshiki Yamakawa
  • Sprache: Japanisch (DTS-HD 5.1), Deutsch (DTS-HD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
  • FSK: ab 16
  • Studio: Production I.G.
  • Erscheinungstermin: 02 März 2018
  • Produktionsjahr: 2018
  • Spieldauer: 12 Folgen a 26 Minuten
  • Streamingdienst: Netflix

Aus dem Animationsstudio Production I.G. stammt ein besonders düsterer Anime. Seit März 2018 kann man auf der Streaming-Plattform Netflix die ersten 12 Episonden „B-The Beginning“ schauen und wird dank den Regisseuren Kazuto Nakazawa und Yoshiki Yamakawa in eine Welt in der Zukunft geschleudert, aus der es so leicht kein Entrinnen gibt.

Eins, zwei, drei, ganz viele Mord

Wir befinden uns in Cremona, eine fiktive Stadt in einer alternativen Zukunft. Ein Serienkiller taucht auf. Und überall dort, wo er zuschlägt, gibt es nicht nur viel Blut, sondern auch er hinterlässt auch seine Signatur. Mit dem Blut der Opfer schreibt er jedes Mal ein großes B an den Tatort. Diese Morde veranlassen den Ermittler Keith Flick dazu, zurück zur Sondereinheit der königlichen Polizei zu kehren. Im Royal Investigation Service (RIS), sind jedoch nicht alle begeistert von Flick und seinen Methoden. Schon früh wird klar, dass Flick eine lange Vergangenheit mit dem RIS hat und diese Morde mit einem seiner früheren Fälle in Zusammenhang zu stehen scheint.
Er interessiert sich sehr für den Täter und als er ihn endlich stellen kann, kommt so einiges ans Tageslicht, was die Taten in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt.

Man nehme ein wenig was von den CSI Serien und mixe es mit Akte X

Neben der Haupthandlung, welche sehr an die unzähligen Krimiserien der CSI Reihe erinnert (in Struktur und Aufbau der Ermittlungseinheit RIS) gibt es eine, nicht unwesentliche Nebenhandlung, die als wichtige Grundlage der Serie dient.
Wir befinden uns in einer Zukunft, in der Wissenschaftler versuchen, den perfekten Menschen zu züchten. Dieses machen sie natürlich nur, um den Frieden im Universum zu wahren. Doch wie das bei Experimenten so üblich ist, geht natürlich einiges schief. Die neu geschaffene Gattung wird von nicht so netten Menschen entführt und werden für böse Zwecke eingesetzt. Eine neue Weltordnung soll geschaffen werden. Dafür muss Blut fließen.
Oft stellt man sich im Laufe der Serie die Frage, wer denn eigentlich böse ist. Und was bedeutet eigentlich böse?.
Menschen, die dem Wahnsinn verfallen, perfekt gezüchtete Wesen, die sogar Flügel haben und reine Tötungsmaschinen sind bilden den Grundstock für eine fantastische Krimiserie.

 

Psst, Ermittler, ich weiß schon, wer der Mörder ist

Schon in der ersten Folge weiß der Zuschauer, wer „B“ ist. Ich habe die ganze Zeit überlegt, ob ich es störend finde, dass ich das schon vor dem Ermittler weiß. Denn mir wird die Serie auch als Krimi angepriesen, aber irgendwie ist dieser reine Krimiaspekt durch die unmittelbare Aufklärung des Zuschauers weg.
Nach der Serie kann ich jedoch ganz klar sagen, dass das der Spannung der Serie keinen Abbruch tut. Für mich ist die Serie weniger Krimi, dafür mehr Thriller. „B“ birgt viele Geheimnisse und hat viele Facetten. Die Beziehungen der Protagonisten sind spannend. Eine tote Schwester, ein Junge, dem man seit seinem Lebensbeginn unrecht tat, ein großer Bruder, der den gemeinsamen Vater mit anderen Augen sieht.
Dieses Geflecht an ungewöhnlichen Beziehungskonstellationen machen die Serie sehr psychisch und werfen immer wieder neue Fragen auf. Natürlich hätte man den Mörder noch ein wenig länger unbekannt lassen können, um dem Zuschauer was zum Rätseln an die Hand zu geben. Doch ist der Rest der Story so sehr gelungen, dass er über diese Schwäche hinwegtröstet.

 

Das ist aber dunkel hier

Die komplette Serie ist sehr düster gezeichnet. Doch das hilft bei der mysteriösen Grundstimmung des Anime. Der Zeichenstil ist eher nüchtern und auf das Wesentliche beschränkt, so dass ein sehr authentisches Setting entsteht.
Die Musik komponierte Yoshihiro Ike. Das Opening The Perfect World wurde von Marty Friedman in Zusammenarbeit mit Jean-Ken Johnny, dem Gitarristen KenKen und Kōji Fujimoto erstellt. Die Musik unterstreicht ebenfalls die aufkommende düstere und bedrückende Stimmung der Serie.

 

Da musste ne Naht abkönnen

Zugegeben, „B- The Beginning“ ist nichts für schwache Nerven. Blut fließt nicht wenig und der eine oder andere Charakter ist schon irgendwie strange und grotesk. Aber alle, die auf Spannung stehen, die Charaktere mit schwierigen Persönlichkeiten mögen und alle CSI-Fans, machen mit dem Anime auf keinen Fall was flasch.

Kari

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Freak, Otaku, Leseratte, Waffelschaden, Cosplayerin, Fotografin und das alles mit rosa Zuckerwatte im Kopf. Erwachsen ist man noch oft genug, ich geh mal schaukeln!

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