Season Fazit: Spring Season 2018

Season Fazit: Spring Season 2018

Startseite » Newsticker » News » Anime » Season Fazit: Spring Season 2018

Vor drei Monaten haben wir euch unser Fazit zu der Winter Season 2018 vorgestellt. Nun ist es wieder so weit: Die Sommer Season steht vor der Tür. Falls ihr bisher noch nicht genug Zeit hattet, euch die Highlights der Spring Season anzuschauen, versuchen wir euch im folgenden Artikel kurz alle Serien vorzustellen, die wir uns angeschaut haben. Anime, zu denen wir eigenständige Reviews verfasst haben, werden hier natürlich verlinkt.

An dieser Stelle danken wir unseren Partnern Anime on Demand, Crunchyroll und Wakanim für die Unterstützung!

Bedenkt bitte, dass die folgenden Darstellungen nur Kurzfazits unserer Redakteure „Kari“, „Tsu“ und „Shin“ sind und nicht mit eigenständigen Reviews gleichzusetzen sind. Wie immer bekommen nur beendete Serien eine Bewertung, die anderen erhalten nur eine vorläufige Einschätzung.

Review „Hinamatsuri“  | Review „B – The Beginning“ | Review „Aggretsuko“  | Review „Cutey Honey Universe“  | Review „Tokyo Ghoul Re“

Nicht beendete Serien

Wie schon im letzten Jahr haben wir uns zu Beginn der Season natürlich mehr Serien angeschaut, als wir beenden konnten. Insgesamt haben wir aber nur eine Serie in dieser Season nicht beendet. Die erste Folge des Anime Caligula sowie auch seine Charaktere konnte uns nicht überzeugen, auch wenn die Prämisse der Serie durchaus spannend klang.

Kurzeindrücke unserer Redakteurin Kari

Unsere Redakteurin Kari hat sich einige Serien angeschaut, für die sie im Laufe der nächsten Monate eventuell auch eine Einzelreview verfassen möchte. Trotzdem möchten wir euch ihre Meinung zu den Serien nicht vorenthalten:

Crossing Time (Crunchyroll): Kleine Häppchen. Folgen von jeweils 4 Minuten. Die Serie für zwischendurch oder als Betthupferl beschäftigt sich mit der Frage: Was passiert eigentlich an Bahnübergängen, wenn die Schranken unten sind und der Zug vorbeirauscht. Von Liebe zwischen Geschwistern bis hin zum nackten Mann im Busch ist wirklich alles an kuriosen Situationen dabei. Kurzweilig und irgendwie spannend.
Karis Bewertung: 8/10 Punkte

Magical Girl Ore (Crunchyroll): Was zur Hölle. Da träumt man davon ein Magical Girl zu werden… Und dann wird man ein Magical Girl Hulk Hogan in pink und weiß? Aber das Kleid ist schön. Sehr grotesk, sehr übertrieben und nimmt einfach alles auf die Schippe, was sich Magical Girl Anime schimpft. Eine gelungene Satire mit vielen, kritischen Aspekten. Ich finde es sehr gelungen. Es blieb einfach kein Auge trocken.
Karis Bewertung: 10/10 Punkte

My Sweet Tyrant (Crunchyroll): Folgen sind kurz. 3- 4 Minuten. Wie kann man da eine fortlaufende Geschichte aufbauen. Aber es geht. Ein durchgeknallter Typ, der seine Freundin zwar liebt, aber sich ihr gegenüber ablehnend und arschig verhält. Die Freundin, die ihn liebt und wenn man sich ihre Eltern anschaut, auch sofort begreift, warum sie auf so einen Blödmann steht. Er hat eine harte Schale, aber einen weichen Kern. Eine besondere Liebesbeziehung, die mit jeder Folge begreiflicher und tiefer geht. Ich bin begeistert.
Karis vorläufige Bewertung: 9/10 Punkte

©2018 TV TOKYO Corporation

Captain Tsubasa 2018 (Anime on Demand)

„Captain Tsubasa“ ist sicherlich der einflussreichte Sportanime aller Zeiten. Seit 1981 erscheinen relativ regelmäßig neue Manga-Kapitel in verschiedenen Jump-Magazinen in Japan. Die letzte Anime-Serie erschein aber in Japan schon vor über 15 Jahren: „Captain Tsubasa Road to 2002“ (oder „Super Kickers 2006“). Leider können Fans hierin nichts Neues erfahren. Zum insgesamt vierten Mal erzählt ein Anime die Geschichte von Tsubasas Grundschul-Fußballkarriere. Die ersten Folgen halten sich dabei sehr penibel an die Manga-Vorlage. Das ist Fluch und Segen zugleich; auf der einen Seite freut man sich, dass – nicht wie bei „Super Kickers 2006“ – viele wichtige Dinge verfälscht werden, auf der anderen Seite ist das Pacing der Vorlage nicht mehr zeitgemäß. In den Episoden passiert häufig nicht besonders viel und bei einigen Nebenhandlungen fragt man sich, ob die wirklich nötig sind. Nostalgiker kommen aber trotzdem auf ihre Kosten, besonders weil die Animationen von „David Productions“ sehr gut und dynamisch sind und sich nicht mit dem Original aus den 80er-Jahren vergleichen lassen. Solltet ihr die Geschichte noch nicht kennen, scheint die Neuauflage bisher auf jeden Fall die richtige Wahl zu sein, solange ihr kein Problem mit einem eher langsamen Pacing habt.

Shins Eindruck: Mittelmäßig bis Gut
Tsus Eindruck: Mittelmäßig

Cardfight Vanguard (YouTube)

Alle Anime-Fans in Deutschland kennen Yu-Gi-Oh!”. Es gibt viele andere Anime zu Kartenspielen wie “Duel Masters” oder Cardfight Buddyfight”, wirklich durchsetzen konnte sich aber keines dieser Spiele. Einzig allein Cardfight Vanguard” konnte vor 10 Jahren kurzzeitig am Thron von Yugi und seinen Freunden rütteln. Nun – knapp 10 Jahre später – erscheint auf dem offiziellen YouTube-Kanal des Kartenspiels ein Remake der Serie. Ähnlich wie das Remake von “Hunter x Hunter” orientiert sich die neue Serie stärker am Manga als der Vorgänger.

Besonders bemerkenswert im Vergleich zu anderen Anime zu Kartenspiel ist, dass “Cardfight Vanguard” bisher keine übernatürlichen Fähigkeiten oder große Monster betrachtet. Vielmehr sehen wir hier realistische Kinder, die sich so mit einem Kartenspiel beschäftigen (Deckbau, Booster kaufen, etc.) wie es auch wirkliche Kartenspieler machen. Zusätzlich ist erfrischend, dass der Hauptcharakter Aichi sich in den ersten acht Episoden schon von einem unwissendem zu einem vernünftigen Spieler weiterentwickelt hat. Dabei bleibt der Anime realistisch und zeigt, dass Aichi auch ohne Probleme verlieren kann.

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass Situationen, in denen Glück eine sehr große Komponente spielt, als Fähigkeit der Spieler dargestellt werden. Für Anime-Fans, die das Kartenspiel nicht kennen, ist dies eine falsche Darstellung.

Shins Eindruck: Gut

© 2018 Toei Animation / Bushiroad
©2018 Darling In The Franxx Production Committee

Darling in the Franxx (Crunchyroll)

Irgendwie wie NGE- nur schlüpfriger! – Da waren wir uns im Jimoku-Team einig. Darling in the Franxx startete diese Season den Wiederbelebungsversuch des Mecha-Genres und ließ seine jungen Protagonisten in Zweier-Kombi in Kampfroboter steigen. Als Protagonist Hiro erfährt, dass eine Synchronisation für ihn unmöglich geworden scheint und er dadurch nicht gegen die Bedrohung der „Klaxosaurier“ kämpfen kann, ist er am Boden zerstört. Doch eines Tages trifft er in seiner Basis die Pilotin namens Zero Two, die ihn dazu einlädt, ihr „Darling“ zu werden. Animationstechnisch ist der Anime sicherlich einer der beeindruckendsten dieser Season und auch der Spagat zwischen ruhigen Charakterszenen und Kampfszenen gelingt. Jedoch bedient er auch einige Genre Klischees und enthält fragwürdige Denkansätze, von denen nicht klar wird, ob sie kritisiert werden sollen oder die Macher sie am liebsten als gesellschaftliche Standards sehen würden. Warum können die Franxx nur von einem heterosexuellen Paar gesteuert werden? Warum sitzen immer nur die Jungs am Steuer, während die Mädchen vor ihnen in sehr eindeutiger Pose niederknien müssen? Und schließlich: Wie ist es zu bewerten, dass jemand, der nicht fähig zur Synchronisation ist, als „wertlos“ gilt? Die Story ist gespickt mit groben Szenen voller Fanservice, die an sexuelle Belästigung grenzen und von mir nicht mehr als romantisch empfunden werden können. Zumindest bricht die Serie an einer Stelle mit ihren Mustern und zeigt eine Alternative mit einem homosexuellen Charakter auf. Dennoch, das Ende kam für mich viel zu abrupt und der so viele Episoden ausbleibende Protest der Kindersklaven gegenüber ihrem „Papa“ trieb mich oft an den Rand der Verzweiflung. Definitiv meine Hassliebe der Season, da ich das Killer-Opening von Mika Nakashima nicht mehr aus meinem Kopf bekomme.

Karis Bewertung: 7/10 Punkte
Tsus Bewertung: 7/10 Punkte
Shins Bewertung: 6/10 Punkte

GeGeGe no Kitaro (Crunchyroll & Wakanim)

Ob ich an Geister glaube oder nicht, eins ist Tatsache: Wenn beim epischen Opening Song von „GeGeGe no Kitaro“ die dicke Kröte mitquakt, gibt es für mich kein Halten mehr! Die Retro-Animeserie von 1968 bekam in dieser Season eine neue Staffel und erzählt schaurige Geschichten aus der Welt der Yokai und der Menschen. Dabei werden die Dämonen jedoch nicht als niederträchtige Monsterwesen gezeigt, sondern haben alle ihre Daseinsberechtigung. Von Episode zu Episode findet sich so mal mehr, mal weniger subtile Gesellschaftskritik an Japan oder der ganzen Welt. Der Anime nimmt außerdem auf witzige Weise Bezug auf die Technologien und Gegebenheiten des 21. Jahrhunderts und webt diese gekonnt in sein Retrofeeling mit ein. Die Lokalisierung in der neuen Zeit halte ich also für komplett geglückt! Auch der neue Original-Charakter „Mana-chan“ gefällt mir deshalb, weil er im Verlauf aller Episoden fester Bestandteil wird und eine wichtige Rolle einnimmt. Kitaro hingegen ist leider ein etwas zu kühler Charakter, gibt er sich doch wesentlich kaltherziger als in vorherigen Remakes, wodurch auch der Anime etwas an Liebenswürdigkeit für mich verliert. Ich denke, dass die Serie aufgrund ihrer kindlichen Umsetzung eher für eine jüngere Zielgruppe geeignet ist. Trotzdem eine unterhaltsame Serie der vergangenen Season, die noch weiterlaufen wird!

Tsus Eindruck: Gut
Shins Bewertung:
Mittelmäßig

©2018 Mizuki Pro · Fuji Television · Toei Animation
©2018 Noda Satoru/ Shueisha/ Golden Kamuy Production Committee

Golden Kamuy (Crunchyroll)

Der „unsterbliche Sugimoto“ hat den Japanisch-Russischen Krieg der Meiji-Zeit überlebt und findet sich im Norden Japans auf Hokkaido wieder. Dort sucht er nach Gold, um die verwitwete Frau seines im Krieg gefallenen Kameraden zu unterstützen. Doch in seinem Goldrausch erfährt er von einem verlockenden Schatz von schwindelerregender Höhe, der von korrupten Kriminellen versteckt worden sein soll. Und so schließt sich Sugimoto mit dem Ainu-Mädchen „Ashirpa“ zusammen, die das raue Leben in der nordjapanischen Kälte gewohnt ist und die Mörder ihres Vaters aufspüren will. Gemeinsam beginnt ihr wildes Survival-Abenteuer um den Schatz, auf den es die Kriminellen ebenso abgesehen haben. „Golden Kamuy“ thematisiert eine zeitliche Epoche, die es nicht oft in Manga und Anime schafft und widmet sich interessanterweise der dem westlichen Publikum doch sehr unbekannten Kultur der Ainu. Der Fokus liegt dabei oft auf der Sprache und dem Essen der marginalisierten Volksgruppierung. Und auch wenn die Authentizität der Darstellung nicht überprüfbar ist, so macht es doch Eindruck, dass der Produktion einige Experten zur Seite standen. Ashirpas Alter verbietet es, ein „Love-Interest“ für Sugimoto zu sein, was dem Zuschauer aber als absolut erfrischend begegnet. Hinzu kommt, dass die spannende Story mit ihren Kampfszenen es schafft, die schlechten CGI-Animationen wieder wett zu machen. Ein Anime, von dem man sich definitiv mehr als nur 12 Folgen wünscht!

Karis Bewertung: 9/10 Punkte
Tsus Bewertung: 8/10 Punkte
Shins Bewertung: 6.5/10 Punkte

Major 2nd (Crunchyroll)

Es gibt sehr viele unterschiedliche Sportanime (alleine in diesem Rückblick besprechen wir vier Serien), nur wenige können dabei so viele verschiedene Staffeln aufweisen wie der Baseball-Anime „Major“. Die Serie wird in Fankreisen häufig gelobt. Nach langer Zeit erscheint nun der Nachfolger: „Major 2nd“. Die Serie zeigt das Leben von Daigo Shigeno – dem Sohn des Hauptcharakters der ersten Staffel – Goro Shigeno. Alle erwarten von ihm, ein so starker Baseball-Spieler zu werden wie sein Vater, er selbst scheint aber nicht so motiviert zu sein. Zu Beginn hat mich die Serie eher nicht überzeugt. Daigo beginnt als nerviges verzogenes Kind, dem man nicht gerne zusieht. Da er auch kein besonders großes Talent für Baseball zu haben scheint, fragt man sich, wie es hier überhaupt weitergehen soll. Erst das Auftauchen seines neuen Schulkameraden Hikaru bringt etwas Besserung, da er Daigo aufzeigt, dass es neben dem „Pitcher“ auch weitere Positionen im Baseball gibt, in welchen er sein Potential entfalten könnte. Die Qualität des Anime konnte sich bisher von Episode zu Episode steigern, sodass ich hoffe, dass Major 2nd sich zu einem guten Sportanime entwickeln kann. Glücklicherweise ist die Geschichte auch ohne Vorkenntnisse des Vorgängers gut zu verstehen.

Shins Eindruck: Gut

©2018 Takuya Mitsuda · Shogakukan / NHK · NEP · ShoPro
©2018 Kohei Horikoshi / Shueisha · My Hero Accademia Production Committee · MBS

My Hero Academia Staffel 3 (Anime on Demand)

Die dritte Staffel von „My Hero Academia“ mit ihren insgesamt 25 Folgen fesselte uns genauso wie die vorangegangenen. Und dabei erschien sie nicht einmal 6 Monate nach Ende der Zweiten! Die Charakterentwicklung von Deku, der sich seiner steigenden Kraft bewusst wird und sich als extrem guter Stratege entpuppt, ist erfrischend und baut sich in den ersten beiden Arcs über das Sommer-Trainingscamp und die Razzia im Geheimversteck der Bösewichte weiter auf. Von denen lernen wir übrigens eine ganze Menge neuer Schergen kennen, die mit unangenehmen Dingen wie Spritzen, Schrumpfmechanismen und gefährlichem Gas arbeiten. Besonders gefallen hat uns, dass man die Helden-Nebencharaktere inzwischen so gut kennt, dass man auch mit ihnen und ihren persönlichen Motiven und Gedanken vertraut ist und mitfiebern kann. Ebenso erhalten auch die Charaktere der B-Klasse einige Auftritte, was uns in der Annahme bestätigt, dass die Serie ihren guten Weg weitergeht und die Chance hat, ein wirklich toller Shounen-Anime im klassischen Stil zu werden. Einen winzigen Kritikpunkt haben wir allerdings: Wir glauben das erste Opening dieser neuen Staffel ist das musikalisch und animationstechnisch das bisher schlechteste zu My Hero Academia- aber jedem das seine!

Tsus Eindruck: Sehr gut
Shins Eindruck: Sehr gut

Steins; Gate 0 (Wakanim)

Nicht ohne Grund bekommt der Anime „Steins; Gate“ auf allen Seiten Traumwertungen. Auch bei Kritikern gehört er zu den beliebtesten Serien der letzten Jahre. Die Erwartungshaltung an das Sequel „Steins; Gate 0“ war dementsprechend hoch. Die Serie spielt auf einer alternativen Zeitlinie im Vergleich zur Handlung von „Steins; Gate“ und zeigt somit ein „Was-wäre-wenn“-Szenario. Im Fokus der Handlung steht eine neuentwickelte künstliche Intelligenz sowie die Gefühle des Hauptcharakters Okabe, der sich nicht sicher ist, ob er in der Vergangenheit wirklich die richtige Entscheidung getroffen hat. Direkt zu Beginn kann „Steins; Gate 0“ zeigen, dass es schon jetzt ein heißer Kandidat für den Anime des Jahres ist. Wir werden ganz langsam an Okabes Gefühlswelt herangeführt und können dadurch seinen Schmerz sehr gut nachvollziehen. Erst im Laufe der Zeit spielen dann auch die liebgewonnenen Charaktere der alten Staffel eine Rolle. Die neuen Figuren fügen sich sehr gut in die Geschichte ein (insbesondere Dr. Leskinen bringt gelungen Humor in die sonst eher ernsten Episoden) und besonders ab dem zweiten Viertel der Serie entwickelt sich auch eine spannende Geschichte, sodass die Qualität der alten Serie erreicht werden kann. Wir freuen uns jede Woche auf die neue Folge!

Shins Eindruck: Meisterwerk
Tsus Eindruck: Sehr gut

©MAGES./KADOKAWA/STEINS;GATE 0 Partners
© 2018 Watanabe Wataru (Weekly Shonen Jump) / Yowamushi Pedal 03 Production Committee

Yowamushi Pedal: Glory Line (Crunchyroll)

Yowamushi Pedal befindet sich nun schon in der vierten Staffel. Der Fahrrad-Anime hat insbesondere in Japan eine riesige Fanbase, ist aber auch bei deutschen Cosplayern seit einiger Zeit sehr beliebt. Die vierte Staffel zeigt das zweite große Inter-High-Rennen, bei dem sich Onoda und seine Freunde ohne die Hilfe der früheren Drittklässler beweisen müssen. Ich habe mich ungemein auf diese Staffel gefreut, da hier mit Aoyagi und Teshima die zwei interessantesten Charaktere nun endlich die Möglichkeit gehabt hätten, ins Rampenlicht zu rücken. Man hätte beleuchten können, wie sie sich als „schwache Fahrer“ gefühlt haben und zeigen können, dass auch sie sich verbessert haben. All diese Themen tauchen in den Episoden der vierten Staffel auch irgendwie auf, trotzdem bin ich mit ihr nicht richtig warm geworden. Der Grund hierfür ist das schreckliche Pacing. Die Fahrer benötigen zwei bis drei Folgen um 150 Meter zu fahren, obwohl man weiß, dass gegen Ende wieder alle Sprinter gleichauf Richtung Ziel fahren und dann letztendlich einer hauchdünn gewinnt. Außerdem wurden in letzter Zeit zu viele Charaktere vorgestellt, sodass es schwierig ist, die schon bekannten wirklich interessant weiterzuentwickeln. Einige Lichtblicke (Midosuji, sowie die schönen Animationen) bringen mich dazu, „Yowamushi Pedal: Glory Line“ immer noch weiterzuschauen, ich hätte mir aber gewünscht, dass man die Qualität der ersten zwei Staffeln beibehalten hätte.

Shins Bewertung: 5/10 Punkte

Wotakoi : Keine Cheats für die Liebe (Amazon)

Von Studio A-1 Pictures erschien in dieser Season die Serie nach Mangavorlage, die sich mit dem Leben der Angestellten Narumi Momose beschäftigt, welche in ihrer Firma auf einen alten Kindheitsfreund trifft. Weil Hirotaka Nifuji von ihrer geheimen Leidenschaft als Doujinshi-Zeichnerin weiß und Narumi nicht möchte, dass dies auf der Arbeit bekannt wird, versucht sie ihn zu überzeugen, ihr Otaku-Dasein geheim zu halten. Doch als ambitionierter Gamer hat Nifuji keinerlei Probleme mit ihren Hobbies und bietet ihr stattdessen an, doch einfach seine Freundin zu werden! Und so bekommen wir, gemeinsam mit den weiteren Charakteren wie der Cosplayerin Hanako Koyanagi und ihrem Freund und Mangaliebhaber Tarō Kabakura, einen Einblick in das Liebesleben zweier „Otaku-Paare“ mit allen Höhen und Tiefen… und natürlich ganz vielen Anspielungen auf unterschiedlichste Franchises!
Was nicht viele Anime gut hinkriegen, ist eine Begrenzung auf einen kleinen Cast- bei Wotakoi konzentriert man sich jedoch auf die beiden Pärchen im Fokus und kann somit jede Menge Charakterentwicklung und Interaktionen sehen. Ich bin jedoch der Meinung, dass manche Episoden dennoch etwas zu langweilig geraten sind.

Tsus Bewertung: 5,5/10 Punkte
Shins Bewertung:
6/10 Punkte

©2018 Wotaku ni koi wa muzukashi/ A-1 Pictures Inc.

Fazit

Wie schon in der Winter Season 2018, haben wir auch in der Spring Season 2018 einige Highlights entdecken können. Besonders auffällig war, dass dieses Mal sehr viele interessante Sportserien angelaufen sind. Erfreulich ist zusätzlich, dass es wieder einige positive Überraschungen gab. Wir sind auf jeden Fall schon auf die Sommer Season gespannt.

Wie immer sind hier gegen Ende unsere Highlights der Season aufgelistet. Dabei sollte beachtet werden, dass wir nur die Serie als „bester Anime“ wählen, die in dieser Season abgeschlossen wurden:

Shins Anime der Season: „Hinamatsuri” 
Tsus Anime der Season: „Golden Kamuy” 
Karis Anime der Season: „Golden Kamuy” 
Shins Charakter der Season: „Anzu”  aus „Hinamatsuri” 
Tsus Charakter der Season: „Maho Hiyajo” aus „Steins; Gate 0”
Karis Charakter der Season: „Aya Asagiri” aus „Magical Girl Site”
Shins bestes Opening der Season: „Merigo“- Gurazeni Opening 
Tsus bestes Opening der Season: „Distance”- Hinamatsuri Opening
Karis bestes Opening der Season: „Kiss of Death”- Darling in the Franxx Opening

About Shin

Shin hat im Jahr 2016 sein Masterstudium in Soziologie abgeschlossen und arbeitet derzeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität. Anime mag Shin schon seit sehr vielen Jahren. Spätestens seit dem Besuch seiner ersten Convention - der Connichi 2003 - ist er fasziniert von der Welt der Anime. Seit August 2016 ist Shin festes Mitglied von Jimoku und kümmert sich zum größten Teil um das Schreiben von Reviews. Sein Lieblingsanime ist "Space Brothers".
Shin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.