Season Fazit: Fall Season 2017

Season Fazit: Fall Season 2017

Startseite » Newsticker » News » Anime » Season Fazit: Fall Season 2017

Nachdem wir euch zu Beginn der Season unsere ersten Eindrücke der Fall Season 2017 vorgestellt haben, möchten wir euch nun unsere (Zwischen)-Fazits präsentieren. An dieser Stelle danken wir unseren Partnern Anime on Demand, Crunchyroll und Wakanim, die uns unterstützt und es uns möglicht gemacht haben, so viele verschiedene Anime zu schauen. Die folgenden Einschätzungen sind nur „Kurzfazits“, für einige Serien der Fall Season 2017 haben wir aber auch lange Reviews geschrieben, die wir euch hier verlinken:

Review „Just Because!“ | Review „King’s Game „The Animation“ 

Für kurze Story-Zusammenfassungen zu den Serien solltet ihr euch unser „First Look“ anschauen, in welchem wir Kurzdarstellungen gegeben haben (https://jimoku.de/newsticker/news/preview/first-look-die-fall-season-2017/).

Zusätzlich möchte ich erwähnen, dass ich zu einigen Serien keine Bewertung abgeben werde, da ich sie (noch) nicht zu Ende geschaut habe. „Black Clover“ hat mich leider sehr enttäuscht, weshalb ich die Serie nach drei Episoden abgebrochen habe. Ich erwartete einen Fighting-Shounen mit der Qualität von „My Hero Academia“, bekam aber – nach diesen drei Folgen – ein eher schlechtes „Naruto“. Auch „Two Car“ hat mir nicht gut genug gefallen, sodass ich die Serie nach zwei Folgen abgebrochen habe. „Kekkai Sensen & Beyond“ erreicht hingegen zwar die Qualität seines Vorgängers (wir berichteten), ich hatte aber bisher nicht die Zeit die Serie zu Ende zu schauen und möchte deshalb keine endgültige Bewertung abgeben.

©2017 Nishio Ishin, Nakamura Akira / Shueisha · Twelve Wars Production Committee

Juuni Taisen (Crunchyroll)

Eigentlich bin ich kein großer Fan von „Battle-Royal“-Anime. Ich hatte zwar meinen Spaß mit „Danganronpa“, größtenteils gefallen mir solche Serien aber nicht gut. Häufig findet man in diesen große Handlungslücken und die vielen Charaktere, die in diesen Serien auftauchen, werden nur selten zufriedenstellend ausgearbeitet (zum Beispiel bei „King’s Game – The Animation“). „Juuni Taisen“ ist da aber glücklicherweise eine gelungene Abwechslung. Hier kämpfen zwölf unterschiedliche Charaktere auf einem Schlachtfeld gegeneinander und nur einer kann gewinnen! Die Figuren sind extrem verrückt dargestellt, wodurch die Kämpfe sehr spaßig werden, da man nie genau einschätzen kann, was in der nächsten Episode passiert. Dies ist sicherlich auch die große Stärke der Serie: Schon in der ersten Folge spielt sie mit der Erwartung des Zuschauers und kann somit überraschen. Die Hintergrundgeschichten, die die Charaktere erhalten sind zwar nicht besonders, helfen aber auch eine Beziehung zu den Charakteren aufzubauen. Wenn ihr einen „Battle-Royal“-Anime schauen wollt und „Mirai Nikki“ mochtet, solltet ihr einmal in Juuni Taisen reinschauen.

Bewertung Shin: 6/10 Punkte

Bewertung Tsu: 6/10 Punkte

Kino’s Journey – The Beautiful World – The Animated Series (Crunchyroll)

Als die neue Staffel von „Kino’s Journey“ angekündigt wurde, war ich begeistert. Die alte Serie ist einer der schönsten episodischen Anime, die ich jemals gesehen habe. Die Geschichten waren alle unterschiedlich interessant, wirklich langweilig war aber keine dieser. Die neu-aufgelegte Serie versucht ein ähnliches Konzept umzusetzen und stellt die Hauptfigur Kino noch weiter in den Hintergrund. Dies ist zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, insgesamt hat mir die Entscheidung aber gefallen, da Shizu und Riku sich von Hermes und Kino unterscheiden und man dadurch die Länder aus einem anderen Blickwinkel sehen kann. Im Gegensatz zur alten Serie gab es in der Neufassung leider zwei bis drei Episoden, die mir nicht so gut gefallen haben. Insbesondere die Kolosseums-Episode kann nicht mit der alten Fassung mithalten. Die neu-angewandten CGI-Animationen sind zwar etwas gewöhnungsbedürftig, passen aber sehr gut zu der Serie. Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn wir noch eine weitere Staffel sehen können, da einzelne Episoden von „Kino’s Journey“ manchmal sogar kleine Meisterwerke sind. Wenn ihr ruhigere und nachdenkliche Anime mögt, solltet ihr auf jeden Fall einmal reinschauen.

Bewertung Shin: 7/10 Punkte

Bewertung Tsu: 7/10 Punkte

©2017 WOWOW, Genco, Pony Canyon, Studio Wombat, chara-ani.com, ASCII Media Works
©2017 Oku Hiroya, Kodansha / Inuyashiki Anime Production Committee

Inuyashiki Last Hero (Amazon Prime)

Schon in unserem First Look hatten wir einen sehr guten Eindruck von „Inuyashiki“. Die weitere Entwicklung des Anime war glücklicherweise auch sehr positiv. Es existieren unzählige „Superhelden-Geschichten“. Größtenteils geht es in diesen um den Unterschied zwischen Gut und Böse. Besonders realistisch wird dieser aber nur selten dargestellt, da es meistens einen klaren Helden und einen klaren Bösewicht gibt. In „Inuyashiki“ hingegen werden zwei komplett unterschiedliche Charaktere gezeigt, die Superkräfte bekommen. Der betagte Inuyashiki selbst kann als alter Mann mit diesen Fähigkeiten kaum umgehen, weiß aber genau, was er mit ihnen machen möchte. Er ist auf den ersten Blick der typische Held, wenngleich die geknickte Beziehung zu seiner Familie sowie seinem sonstigen Umfeld ihn aber weitaus interessanter macht als ähnliche Figuren. Noch besser gefallen hat mir aber sein Gegenspieler – Hiro Shishigami. Er verhält sich wie ein realistischer Mensch. Er benutzt seine Fähigkeiten zuerst, um sich selbst zu bereichern. Man erkennt in vielen Szenen aber, dass er immer noch menschliche Züge in sich trägt und eigentlich nicht wirklich böse ist. Dieser Konflikt sowie das Zusammenspiel der beiden Charaktere erinnert in Zügen sogar an „Death Note“. Man kann zwar sicherlich auch hier einige Lücken in den Regeln der Welt finden, die positiven Punkte überwiegen aber. Gepaart mit den grandiosen Animationen kann ich deshalb „Inuyashiki“ jedem Fan von düsteren Anime wie „Parasyte“ oder „Death Note“ empfehlen.

Bewertung Shin: 8/10 Punkte

Bewertung Tsu: 10/10 Punkte

Recovery of an MMO Junkie (Crunchyroll)

Wenn man mich fragen würde, was die größte Überraschung dieser Season war, würde ich mit „Recovery of an MMO Junkie“ antworten. Zu Beginn der Season hatte ich die Serie überhaupt nicht auf dem Schirm, da ich von dem MMO-Genre seit dem großen Erfolg von „Sword Art Online“ eher abgeschreckt werde. Glücklicherweise ist dies hier kein typischer „MMO-Anime“. Vielmehr zeigt die Serie eine wirklich schöne Liebesgeschichte. Die Hauptfigur – Morioka – ist ein NEET und spielt den ganzen Tag lang nur ein Onlinespiel. Man sieht wie sie in eine Gilde eintritt, in dieser viele Freunde findet und mit diesen Abenteuer erlebt. Im Laufe der Geschichte erfährt man auch, warum sie so abgeschottet und lebt und sieht, wie sie langsam zurück ins „echte Leben“ findet. Die Abhängigkeit von der MMO-Welt ist sehr realistisch dargestellt (beispielsweise wird sogar das „Lootbox“-Suchtproblem angesprochen) und unterscheidet sich damit erfreulicherweise von anderen Anime. Die Serie erfindet das Genre zwar nicht neu, die Umsetzung der bekannten Konventionen ist aber wirklich gut gelungen. Jeder, der gerne eine schöne Romanze sehen möchte und beispielsweise „Tsuki ga Kirei“ mochte, sollte sich diese Serie einmal anschauen.

Bewertung Shin: 6,5/10 Punkte

Bewertung Tsu: 6/10 Punkte

©2017 black rhino / comico / Recovery of an MMO Junkie project
©2017 black rhino / comico / Recovery of an MMO Junkie project
© 2017 Tomo Takeuchi, Kodansha, Ogasawara Tanzstudio

Welcome to the Ballroom (Amazon Prime

Ich bin ein großer Sportanime-Fan und war sehr froh zu sehen, dass sogar „Tanzwettkämpfe“ in Anime umgesetzt werden können. Nachdem die erste Hälfte der Staffel unseren Hauptcharakter vorgestellt hat und uns sowie auch ihn in die Welt des Tanzens eingeführt hat, stand in der zweiten Hälfte der Serie seine Beziehung zu seiner neuen Partnerin im Vordergrund. Hierbei muss er lernen, was es wirklich heißt, ein „Leader“ zu sein und was passiert, wenn seine Partnerin mit ihm nicht immer gleicher Meinung ist. Diese Beziehung ist sehr interessant, da Tatara vorher eher wenig Kontakt zu Frauen hatte und man ihm dies anmerkt. Relativ schnell erkennt man dann aber, dass auch seine neue Partnerin einige Probleme hat. „Welcome to the Ballroom“ schafft es, die Entwicklung dieser beiden Charaktere glaubhaft zu erzählen, auch wenn die plötzliche Leistungsexplosion der beiden Tänzer manchmal etwas komisch wirkt. Insgesamt kann ich diesen Anime jedem Fan von guten Sportanime aber auch „Coming of Age“-Geschichten empfehlen.

Bewertung Shin: 7,5/10 Punkte

Bewertung Tsu: 7,5/10 Punkte

The Ancient Magus‘ Bride (Crunchyroll)

Schon zu Beginn der Fall Season war „The Ancient Magus‘ Bride“ einer der beliebtesten Anime. Seit „Sword Art Online“ spielte der Großteil der Fantasy-Anime in Rollenspielwelten, weshalb das Setting dieses Anime sehr frisch wirkt, auch wenn es eigentlich an die Welten von alten Fantasy-Büchern erinnert. Dabei ist beachtenswert, dass Story-technisch bisher eigentlich noch nicht besonders viel passiert ist. Die einzelnen Episoden erzählen zwar jeweils interessante Geschichten, insbesondere in den ersten Episoden wirken diese aber ziemlich unabhängig voneinander; höchstens die Beziehungen der Charaktere werden dort vorangetrieben. Im Laufe der Story ändert sich dies ein bisschen, trotzdem steht die Geschichte als Ganzes nicht im Vordergrund. Vielmehr ist es die wirklich schön animierte Welt, die eine mysteriöse Atmosphäre schafft. Zusätzlich entwickelt sich die Beziehung von Chise und Elias immer weiter und wird vertieft. Ich hoffe, dass im Laufe der weiteren Episoden die Geschichte noch mehr Fahrt aufnimmt und sonst die Qualität hält, da es einer der besten Anime des Jahres war.

Bisheriger Eindruck Shin: Sehr Gut

Bisheriger Eindruck Tsu: Sehr gut

©2017 Kore Yamazaki/Mag Garden・Mahoyome Partners
© 2016 Chica Umino,HAKUSENSHA/March comes in like a lion Animation Committee.

March Comes in like a Lion 2nd Season (Wakanim

In unserer Review zur ersten Staffel von „March Comes in like a Lion“ https://jimoku.de/review/march-comes-in-like-a-lion/ haben wir beschrieben, warum wir denken, dass der Anime einer der Besten der letzten Jahre ist. Die zweite Staffel schafft es glücklicherweise die Qualität der ersten Serie zu halten. Wir folgen immer noch dem Leben des Shogi-Profis Rei Kiriyama. Im Gegensatz zur ersten Staffel erkennt man relativ klar seine Entwicklung. Er beginnt zu erkennen, dass er nicht alleine ist und dass er sich in bestimmten Situationen auch auf andere Personen verlassen kann. Die neue Staffel zeigt in vielen Szenen diese Veränderungen, ohne dabei zu vergessen, dass ein depressiver Mensch nicht sofort wieder glücklicher werden kann. Es gibt nur sehr wenige Serien, die es schaffen, dies so realistisch darzustellen. In einigen Episoden steht dieses Mal die Kawamoto-Familie im Fokus der Handlung. Hier werden wichtige Probleme wie Mobbing oder Verantwortung angesprochen und realistisch behandelt. Ich kann nur jedem Animefan empfehlen, sich diese Serie einmal anzuschauen. Ich freue mich, dass „Wakanim“ diese „Nischenserie“ nach Deutschland gebracht hat und hoffe, dass sie die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient.

Bisheriger Eindruck Shin: „Anime des Jahres Kandidat“

Bisheriger Eindruck Tsu: „Anime des Jahres Kandidat“

Fazit

Insgesamt sind wir mit der Anime Fall Season wirklich zufrieden! Abgesehen von „King’s Game – The Animation“ haben uns alle Serien, die wir weitergeschaut haben, gut gefallen. Mit „March Comes in like a Lion“, „Inuyashiki Last Hero“ und „The Ancient Magus‘ Bride“ gab es in dieser Season sogar drei Highlights, die jeweils zu den besten Anime gehören, die wir im Jahr 2017 gesehen haben. Wir freuen uns, dass man in Deutschland nun so viele Anime im Simulcast sehen kann und hoffen, dass auch ihr die legalen Anbieter in Deutschland unterstützt.

  • Shins bester Anime der Season: „March Comes in like a Lion“ 
  • Tsus bester Anime der Season: „Inuyashiki Last Hero“
  • Shins Charakter der Season: „Kiriyama Rei“ aus „March Comes in like a Lion“
  • Tsus Charakter der Season: „Kiriyama Rei“ aus „March Comes in like a Lion“
  • Shins bestes Opening der Season: „Flag wo Tatero“ – „March Comes in like a Lion 2nd Season“ Opening 1
  • Tsus bestes Opening der Season: „Here“ by „Junna“ – „The Ancient Magus‘ Bride“ Opening 1

About Shin

Shin hat im Jahr 2016 sein Masterstudium in Soziologie abgeschlossen und arbeitet derzeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität. Anime mag Shin schon seit sehr vielen Jahren. Spätestens seit dem Besuch seiner ersten Convention - der Connichi 2003 - ist er fasziniert von der Welt der Anime. Seit August 2016 ist Shin festes Mitglied von Jimoku und kümmert sich zum größten Teil um das Schreiben von Reviews. Sein Lieblingsanime ist "Space Brothers".
Shin

Kommentare (1)

  1. […] Anime Season Fazit: Fall Season 2017 […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *