First Look: Die Fall Season 2017

First Look: Die Fall Season 2017

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Die Winter Fall 2017

Anfang Oktober startete die Anime Fall Season 2017/2018. Mit Wakanim ist in Deutschland ein neuer großer Streaming-Anbieter aufgetaucht, wodurch wir noch mehr unterschiedliche Anime schauen können. Zusammen mit den Angeboten von Crunchyroll, Anime on Demand und Amazon Prime Video haben Fans nun jede Season die Auswahl aus über 40 verschiedenen Serien. Tsu und Shin haben – dank der freundlichen Unterstützung von Crunchyroll, Wakanim und Anime on Demand – in einige der Serien reingeschaut und schildern euch ihre Eindrücke aus den ersten Episoden.

Unsere Eindrücke aus der Summer-Season 2017 findet ihr übrigens hier.

©2017 FOA/Just Because! Production Committee

©2017 FOA/Just Because! Production Committee

Just Because (Anime on Demand) (Shin)

„Just Because“ ist der neue Anime des Autors Hajime Kamoshida (bekannt durch „The Pet Girl of Sakurasou“) und handelt von einer Gruppe von Schülern, die kurz vor ihrem Hochschulabschluss stehen. Genau zu dieser Zeit kehrt Eita Izumi, der vor vier Jahren seine Heimatstadt verlassen hat, zurück auf die Schule. Die Serie begleitet ihn auf dem Weg, sich mit seinen alten Kameraden wieder anzufreunden.

Ich bin eigentlich ein großer Freund von Slice of Life-Anime mit Romantik-Elementen wie beispielsweise „Tsuki ga Kirei“. Die erste Episode der Serie enttäuschte mich dann aber leider. Sie bot stereotypische Charaktere, kaum Emotionen und eine nicht vorhandene Story. Glücklicherweise gab ich ihr noch eine weitere Chance- die nächsten beiden Episoden waren besser. Trotzdem ist es bisher immer noch schwierig zu erfassen, in welche Richtung die Serie gehen wird. In den ersten drei Episoden wurden uns bisher größtenteils die Charaktere sowie ihre Beziehungen zueinander vorgestellt. Ohne emotionale Konflikte sind sie aber wirklich etwas langatmig. Die positive Atmosphäre des Anime (insbesondere in den Szenen mit Haruto) sowie die vielen unterschiedlichen Charaktere lassen mich hoffen, dass sich die Serie doch noch in eine positive Richtung entwickeln könnte. Das bedeutet, dass der Anime in den nächsten Episoden beweisen muss, dass er auch nach der Vorstellung der Charaktere noch interessant sein kann.

Empfehlenswert für Fans von: „Tsuki ga Kirei“, „Orange“

Bisheriger Eindruck: Mittelmaß

Black Clover Crunchyroll (Shin)

Nach dem Ende von „Bleach“ und „Naruto“ sucht das Shounen Jump Magazin seit einiger Zeit Nachfolger für seine erfolgreichen Serien. Neben „My Hero Academia“ scheint außerdem „Black Clover“ ein vielversprechender Kandidat hierfür zu sein. Die Serie handelt von den Waisenjungen Asta und Yuno, die zusammen in einer Kirche aufgewachsen sind. In ihrer Welt besitzen eigentlich alle Menschen Zauberkräfte wobei Asta eine Ausnahme darstellt. Er ist der einzige Junge, der nicht einen Funken magischer Kraft besitzt, weshalb er beginnt jeden Tag zu trainieren. Er tut dies insbesondere, weil er nicht gegen Yuno verlieren will – einen der talentiertesten Magier des gesamten Königreichs. Mit dem Erreichen des 15. Lebensjahrs erhalten alle Bewohner ein sogenanntes Grimoire, das die Zauberkräfte um ein Vielfaches verstärken kann. Als Asta keines dieser Bücher bekommt, scheint er kurz davor aufzugeben. Doch auf einmal erscheint ihm in einer Notsituation ein spezielles, schwarzes Grimoire, das in seine Hände fliegt und ihm eine große Bestimmung auferlegt.

Schon vor der Veröffentlichung galt „Black Clover“ als der größte Hoffnungsträger der Season. Nach dem Erfolg von „My Hero Academia“ schien es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis auch Black Clover sich zu einem Bestseller entwickelt. Leider muss ich sagen: Ich bin enttäuscht. Die ersten drei Episoden des Anime wirkten eher wie eine Kopie von „Fairy Tail“ als ein eigenständiges Produkt. Die Geschichte ist nicht besonders einfallsreich und die Charaktere wirken, als ob sie aus anderen Shounen-Anime kopiert wurden. Die Beziehung von Asta und Yuno erinnert bisher beispielsweise stark an die von Naruto und Sasuke aus „Naruto“. Weiterhin fällt Astas Synchronsprecher (Gakuto Kajiwara) leider dadurch negativ auf, dass er versucht jeden Satz zu schreien und somit dem einzig interessanten Charakter eine sehr nervige Note verleiht. Positiv erwähnen sollte man jedoch die gute Musik sowie die sehr schönen Animationen des Anime, die hoffen lassen, dass er eine positive Entwicklung nehmen wird. Spätestens seit meiner Erfahrung mit dem Manga von „Reborn!“ möchte ich keine Serie so schnell abschreiben. Trotzdem ist dies für mich bisher eher eine Enttäuschung.

Empfehlenswert für Fans von: „Naruto“, „Fairy Tail“

Bisheriger Eindruck: Mittelmaß

©2017 Tabata Yuuki / Shueisha / TV Tokyo / Black Clover Production Committee

©2017 Tabata Yuuki / Shueisha / TV Tokyo / Black Clover Production Committee

©2017 Hitori Renda, Renji Kuriyama, Nobuaki Kanazawa/Futabasha, Everystar/"King's Game" Production Committee

©2017 Hitori Renda, Renji Kuriyama, Nobuaki Kanazawa/Futabasha, Everystar/“King’s Game“ Production Committee

Ousama Game / King’s Game “The Animation” (Wakanim) (Tsu)

“Ousama Game” ist aus der Vorlage eines Handyromans des Japanischen Autors Nobuaki Kanazawa entstanden und bekam bereits 2011 eine Realverfilmung. Auf Wakanim startete in dieser Winterseason auch die Animeadaption, produziert von Studio Seven. Im Zentrum der Geschichte steht der Oberschüler Nobuaki Kanazawa, der gerade frisch an eine neue Schule wechselt und den Kontakt zu seinen Mitschülern aufgrund grausiger Erfahrungen in der Vergangenheit extrem scheut. Schon bald wird auch klar warum, denn die Geschehnisse an seiner letzten Schule scheinen sich zu wiederholen: Die gesamte Klasse von 32 Mitschülern erhält eines Tages SMS auf ihr Handy, in welchen sich der Absender als „König“ ausgibt und Befehle verteilt, denen Folge zu leisten ist. Zunächst glauben alle an einen üblen Scherz und verspotten den aufgebrachten Nobuaki, dessen schreckliche Ahnung sich jedoch tatsächlich bestätigt. Und so beginnt ein grausames Todesspiel, bei dem jeder stirbt, der den Befehlen des Königs nicht gehorcht.

Ich hatte mich schon darauf gefreut, in dieser Season einige gruselige Anime zu sehen aber empfand den Einstieg in Ousama Game zunächst als schwierig. Gleich zu Beginn wird eine vergangene Handlung gezeigt, woraufhin der Sprung in die Gegenwart folgt. Nobuakis erster Schultag in seiner neuen Schulklasse wird dann wiederum gespickt mit Rückblenden, von denen ich manchmal erst nach einigen Minuten gemerkt habe, dass es welche sind. Die Charakterdesigns ähneln sich sehr stark und es wurde dadurch nicht immer deutlich, wo genau das Flashback begann. Obwohl ich Animes mit Gore-Elementen mag, fand ich einige Szenen und auch die Gesichtsausdrücke der Charaktere in den ersten Episoden stark übertrieben. Was mir hingegen sehr gut gefiel war das Opening „FEED THE FIRE“ von coldrain. Persönlich bin ich mit der Altersfreigabe ab 12 Jahren nicht einverstanden. Dafür finde ich, dass bereits am Anfang zu viele sexuelle Referenzen erfolgen und sehr verstörende Bilder der Getöteten gezeigt werden. Auch wenn ich nicht so begeistert von der Serie bin werde ich sie weitergucken, da man doch eine Bindung zu den Schülern aufbauen kann und sie die Neugier sehr stark weckt.

Empfehlenswert für Fans von: „Mirai Nikki“, „Dangan Ronpa“

Bisheriger Eindruck: Mittelmäßig

Juuni Taisen: Zodiac War Crunchyroll (Tsu)

Neben Ousama Game gibt es in der aktuellen Winterseason noch einen weiteren Anime, in welchem reichlich Blut vergossen wird: „Juuni Taisen: Zodiac War“. Die Serie erzählt die Geschichte von zwölf Kriegern, die nach den chinesischen Tierkreiszeichen benannt sind und in einem gnadenlosen Wettkampf, der alle zwölf Jahre stattfindet, gegeneinander antreten müssen. Dem letzten Überlebenden winkt nämlich als Preis die Erfüllung eines Wunsches. Und so finden sich Maus, Ochse, Tiger, Ratte, Drache, Schlange, Pferd, Schaf, Affe, Hahn, Hund und Schwein mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Kampfstilen in einer verlassenen Stadt ein, um ein grausames Gemetzeln zu zelebrieren.

Der Anime passt gut zu den übrigen trashigen und gruseligen Titeln, welche in dieser Season erschienen sind und erinnert mit seiner übertrieben Gewalt-verherrlichenden Darstellung stark an einige Animetitel aus den 2000ern, die auch im Westen ein großes Publikum für sich begeistern konnten (so beispielsweise Elfenlied). Mein erster Eindruck der Serie war zugleich ein guter und auch überraschender: Sie fokussiert sich stark auf einen der Charaktere und seine Hintergrundgeschichte, zeigt aktuelles Geschehen im Todeskampf sowie auch Flashbacks zu Kindertagen und lässt denselben Charakter dann auf grausamste Art und Weise sterben. Diesem Aufbau folgten bisher alle Episoden, sodass man davon ausgehen kann, dass hier keine große Änderung zu erwarten ist. Trotzdem finde ich die Serie ganz und gar nicht langweilig! Schade ist lediglich, dass nicht jedem Charakter so viel Zeit zur Klärung der Motive für die Teilnahme eingeräumt werden kann- der Hund kommt in seiner Charakterisierung verglichen mit dem Schwein nämlich relativ kurz weg. Aus einer guten Romanvorlage ist hier meiner Meinung nach auch ein guter Anime entstanden- vielleicht aber kein Wunder, wenn man NisiOisiN, bekannt durch die Monogatari Serien, als Autor hat!

Empfehlenswert für Fans von: „Elfenlied“, „Higurashi no Naku Koro ni“

Bisheriger Eindruck: Gut

©2017 Nishio Ishin, Nakamura Akira / Shueisha · Twelve Wars Production Committee

©2017 Nishio Ishin, Nakamura Akira / Shueisha · Twelve Wars Production Committee

©2017 WOWOW, Genco, Pony Canyon, Studio Wombat, chara-ani.com, ASCII Media Works

©2017 WOWOW, Genco, Pony Canyon, Studio Wombat, chara-ani.com, ASCII Media Works

Kino’s Journey -the Beautiful World- the Animated Series Crunchyroll (Tsu)

Bereits 2003 erschien der erste Anime zur Light Novel „Kino no Tabi- the Beautiful World“ von Autor Keiichi Sigsawa. Genau 14 Jahre später gibt es zwei neue Mangaadaptionen und eine Neuauflage der Serie, für welche sich Crunchyroll die Rechte sichern konnte. Kino ist ein Reisender, der gemeinsam mit seinem sprechenden Motorrad Hermes die Welt bereist und auf diesem Wege die unterschiedlichsten Länder kennenlernt. Dabei gerät das Team nicht selten in gar bedrohliche Situationen. Beispielsweise bereisen sie Länder, in denen komplett andere Normen und Werte als die uns bekannten vertreten werden, wodurch sogar das Töten legal werden kann. Doch aus ungeklärtem Grund ist Kino nicht nur ein neugieriger Weltenbummler, sondern auch ein unglaublich schneller Schütze.

Da mir die erste Anime- Version bereits sehr gut gefallen hat, empfand ich diese Neuauflage eher als unnötig, obwohl ich es immer schade fand, dass nicht viele Leute das Original kennen. Das Gefühl beim Schauen ist wie erwartet ähnlich, obwohl sich die visuellen Elemente natürlich weiterentwickelt haben. Die Musik finde ich auch bei diesem Anime gut gewählt. Jedoch gibt es Einiges in puncto Umsetzung und Pacing, was mir nicht so gut gefällt wie beim Vorgänger. Bisher wirkten alle dargestellten Geschichten auf mich übereilt und teilweise plumper als zuvor. Den besten Vergleich liefert die zweite Episode mit dem Königreich, in welchem alle Untertanen und auch Besucher in einen Kampf um Leben und Tod im Kolosseum verwickelt werden. Hier wurden viele Details ausgelassen und Kino als relativ unberührt von den Geschehnissen dargestellt, sodass sie mir gar nicht mehr gefiel. Für mich sind die überzeugendsten Momente der alten Serie die, in denen sich Kinos sonst ausdruckslose Mimik verzieht und die Verzweiflung angesichts der schönen, verrückten und auch sinnlosen Handlungen der Menschen auf der Reise reflektiert. Positiv finde ich aber die sehr passenden japanischen Stimmen von Kino (Aoi Yuuki) und Hermes (Souma Saitou), wobei ich mich für Erstere besonders gefreut habe, da sie in der alten Serie bereits eine Nebenrolle hatte. Auch die Tatsache, dass an Kinos androgynem Aussehen nichts verändert worden ist, möchte ich loben.

Empfehlenswert für Fans von: „Mushishi“, „Shigofumi“

Bisheriger Eindruck: Gut

The Ancient Magus Bride Crunchyroll (Shin)

Die 16-Jährige Japanerin Chise Hatori wurde bisher nicht vom Glück geküsst: Sie lebt ein harsches Leben als Sklavin. Bei einer Auktion wird sie von dem englischen Magier Elias Ainsworth gekauft. Im Gegensatz zu ihren vorherigen Besitzern scheint dieser sie aber sehr gut zu behandeln. Sie bekommt ein eigenes Bett, vernünftiges Essen und soll sogar Magie erlernen. Relativ schnell merkt Chise, dass sie kein normaler Mensch ist- Sie hat enormes magisches Talent.

„The Ancient Magus‘ Bride“ wirkt auf den ersten Blick eher wie ein Shoujou- Anime, vergleichbar beispielsweise mit „Snow White with the Red Hair“. Glücklicherweise scheint sich dieser neue Anime aber nicht nur um die Liebesbeziehung der Hauptcharaktere zu drehen. Vielmehr kriegen wir einen Einblick in die Gefühlswelt einer gebrochenen Person. Dies ist sicherlich auch die große Stärke des Anime: Chises Gefühlswelt wurde schon in den ersten drei Episoden so detailliert dargestellt, dass man gut mit ihr mitfühlen kann. Zusätzlich bietet der Anime sehr schöne Animation. Die größte Frage, die nach drei Episoden offen bleibt ist die, ob nach der Einführung der Charaktere nun auch eine interessante Geschichte erzählt werden kann. Reichen Chises Training sowie ihre Beziehung zu Ainsworth oder benötigt der Anime noch mehr Inhalte, um auch länger zu fesseln? Die Qualität der ersten Episoden lässt hoffen, dass man sich darum keine Sorgen machen muss. „The Ancient Magus Bride“ ist sicherlich einer der erfolgversprechendsten Anime dieser Season.

Empfehlenswert für Fans von: „Snow White with the Red Hair“

Bisheriger Eindruck: Gut bis Sehr Gut

©2017 Kore Yamazaki/Mag Garden・Mahoyome Partners

©2017 Nishio Ishin, Nakamura Akira / Shueisha · Twelve Wars Production Committee

©2017 Oku Hiroya, Kodansha / Inuyashiki Anime Production Committee

©2017 Oku Hiroya, Kodansha / Inuyashiki Anime Production Committee

Inuyashiki Last Hero Amazon Prime Video (Shin)

Der 58- jährige Ichirou Inuyashiki hat wirklich kein Glück. Aufgrund seines Aussehens und friedlichen Gemüts wird er von seiner Umwelt als alter, langweiliger Opa angesehen. Sogar seine Familie ignoriert ihn komplett, obwohl er alles in seinem Leben getan hat, um sie zu unterstützen. Als sein Arzt ihm dann noch sagt, dass er Krebs im Endstadium hat, scheint sein Leben ein trauriges Ende zu finden. Doch eines Tages wird er von einem hellen Licht getroffen und fällt in Ohnmacht. Nach dem Erwachen fühlt er sich seltsam, denn sein kompletter Körper hat sich verändert. Was das für Änderungen sind und wie diese Inuyashiki verändern und ihm eventuell zu einem Helden machen erfahrt ihr, wenn ihr den Anime selbst seht.

Zu Beginn gab es für mich einen herausragenden Grund, Inuyashiki zu schauen: Das Alter des Hauptcharakters. Ich bin etwas gelangweilt von den ewigen Stories von Ober- oder Mittelschülern und freue mich immer, wenn ältere Charaktere im Fokus eines Anime stehen. Episode 1 startete extrem stark, indem sie die Gefühlswelt eines alten Mannes darstellte, der kaum positive Dinge in seinem Leben erfahren hat. Gegen Ende wurde es auf einmal sehr verrückt und ich war mir nicht sicher wie mir diese Entwicklung gefallen würde. Episode 2 zeigte mir glücklicherweise, welche Richtung der Anime einschlagen wird. Die Einführung des Antagonisten Hiro Shishigami war grandios. Denkt man zu Beginn noch, dass er ein normaler Schüler ist, so erfährt man relativ schnell, dass er absolut amoralisch handelt. Ich bin sehr gespannt wie es weiter geht. Neben der sehr spannenden Prämisse und den interessanten Charakteren überzeugte überraschenderweise auch der Humor des Anime, der durch ergänzende Anspielungen auf andere Serien (z.B. Gantz oder One Piece) glänzt. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie sich Inuyashiki weiterentwickelt. Personen, die Probleme mit extremer Gewaltdarstellung haben, sollten diesen Anime aber lieber meiden.

Empfehlenswert für Fans von: „Death Note“, „Parasyte“

Bisheriger Eindruck: Sehr Gut

March Comes in like a Lion 2nd Season (Wakanim) (Shin)

Die zweite Staffel von „March Comes in like a Lion“ schließt direkt an die erste Staffel an. Eine ausführliche Review der ersten Staffel könnt ihr hier lesen.  Auch die zweite Staffel handelt von dem Leben des Shogi-Profis Rei Kiriyama, der versucht ein besserer Spieler zu werden und gleichzeitig mit seinen Depressionen klarkommen muss.

Die erste Episode konnte direkt an die Qualität der ersten Staffel anschließen. Man kann die Entwicklung von Rei sehr gut sehen, wenn man die ersten Episoden der beiden Staffeln vergleicht. Rei schafft es gleich zu Beginn, auch andere Menschen in sein Leben zu lassen und merkt, dass Freundschaft und zwischenmenschliche Beziehungen positiv für sein Leben sein können. Trotzdem steht er noch nicht am Ende der Entwicklung. Eine kleine Bemerkung eines Clubmitglieds seiner Schul-AG reicht, um ihn ins Grübeln zu bringen und zeigt, dass Kiriyama noch weit davon entfernt ist, wirklich glücklich zu sein. Sehr positiv fallen daneben die Animationen auf. In Episode 1 isst ein Shogi-Spieler drei Stücken Kuchen mit solch einer Dynamik, wie man sie nur von der „Chips-Szene“ aus „Death Note“ kennt. Akiyuki Shinbou (auch Regisseur von „Madoka Magica“ oder dem „Monogatari- Franichise“) wird nicht ohne Grund einer der besten Regisseure unserer Zeit genannt. Für mich ist jetzt schon klar: „March Comes in like a Lion 2nd Season“ wird einer der besten Anime des Jahres.

Empfehlenswert für Fans von: „Hikaru no Go“, „Your Lie in April“

Bisheriger Eindruck: Anime des Jahres Kandidat

© 2016 Chica Umino,HAKUSENSHA/March comes in like a lion Animation Committee.

© 2016 Chica Umino,HAKUSENSHA/March comes in like a lion Animation Committee.

Fazit

Insgesamt sind wir mit dieser Anime-Season bisher zufrieden. „March Comes in like a Lion“ ist genau so gut wie wir es erwartet haben und auch „The Ancient Magus Bride“ kann alle Erwartungen komplett erfüllen. Zusätzlich könnte sich „Inuyashiki“ zum Überraschungs- Hit des Jahres entwickeln, wenn die Geschichte weiterhin so spannend bleibt.

Etwas enttäuscht sind wir bisher von „Black Clover“. Statt einem neuen „My Hero Academia“ bekommt man leider nur einen „Fairy Tail“- Klon.

About Shin

Shin hat im Jahr 2016 sein Masterstudium in Soziologie abgeschlossen und arbeitet derzeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität. Anime mag Shin schon seit sehr vielen Jahren. Spätestens seit dem Besuch seiner ersten Convention - der Connichi 2003 - ist er fasziniert von der Welt der Anime. Seit August 2016 ist Shin festes Mitglied von Jimoku und kümmert sich zum größten Teil um das Schreiben von Reviews. Sein Lieblingsanime ist "Space Brothers".
Autor: Shin
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