Interview mit Satoshi Shiki, dem Zeichner von Attack on Titan – Before the Fall auf der Dokomi 2017

Interview mit Satoshi Shiki, dem Zeichner von Attack on Titan – Before the Fall auf der Dokomi 2017

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Interview mit Satoshi Shiki

Auf der Dokomi 2017 durften wir ein Interview mit Satoshi Shiki (bekannt durch Attack on Titan – Before the Fall und Kamikaze) durchführen.
Im Laufe dieses Interviews hat er uns eine Zeichnung angefertigt. Wie er zeichnet könnt ihr auf unserem YouTube-Kanal sehen.

Wenn ihr diese Zeichnung gewinnen wollt, solltet ihr auf unserer Facebook-Seite vorbeischauen.

Interview

Shin: Herr Shiki, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für Jimoku genommen haben. Sind Sie das erste Mal in Deutschland und wie gefällt es Ihnen?

Satoshi Shiki: Vor 15 Jahren bin ich das erste Mal zu einem Event nach Deutschland eingeladen worden. Danach bin ich zum Studienzweck deutscher Architektur für den Manga „Shingeki no Kyoujin- Before the Fall“ mehrmals nach Deutschland geflogen. Ich finde die deutsche Kultur und die Städte sehr schön! Besonders gut gefällt mir, dass alte und moderne Kulturelemente sich in der Schönheit der Gebäude gut ergänzen.

Shin: Sie haben sich das Zeichnen selbst beigebracht. Hatten Sie deswegen zu Karrierebeginn irgendwelche Nachteile, die Zeichner mit professioneller Ausbildung nicht haben?

Satoshi Shiki: Nachteile hatte ich dadurch keine und meiner Meinung nach ergeben sich daraus auch keine solchen. Man braucht allerdings auf jeden Fall Beziehungen zum Verlag und Editoren. In diesem Sinne hat man eventuell mehr Vorteile, wenn man schon durch die Schule oder Ausbildung Kontakte knüpfen kann. Da gibt es durchaus Unterschiede, doch sonst ist es immer nur wichtig was man zeichnen kann.

Shin: Sie sprachen ja schon von ihren Reisen zur Studie und Inspiration nach Deutschland- Wir würden gerne wissen, ob ihre japanische Heimat sie eventuell auch in irgendeiner Form in ihrer Arbeit beeinflusst?

Satoshi Shiki: Ich denke schon, dass meine Arbeit sehr stark von meiner eigenen Heimat beeinflusst wird. Bevor ich „Shingeki no Kyoujin- Before the Fall“ zeichnete, arbeitete ich an meinem Manga „Crossblade“. In diesem geht es um die Edo-Zeit und japanische Schwerter. Darin ist ein sehr starker japanischer Einfluss verarbeitet, auch wenn ich das als gebürtiger Japaner vielleicht nicht so bewusst getan habe.

Shin: Eine Frage zu ihrem Manga „Daphne in the brilliant blue“- Dazu gab es einen Anime, der zeitgleich erschien. Wie funktionierte die Zusammenarbeit und wieviel Einfluss hatten Sie auf die Storyline?

Satoshi Shiki: Ich bin selbst ein Mangafan, aber auch Animefan. Von daher habe ich mich sehr gefreut, als der Produzent mich gefragt hat, ob er meine Vorlage mit meiner eigens kreierten Geschichte umsetzen könnte. Doch im Unterschied zur Fertigung eines Manga bedarf es bei der Animeumsetzung einer wesentlich größeren Zahl an Leuten aus den unterschiedlichsten Bereichen. Dieser Prozess hat mich sehr bewegt und mir viel für meine künftige, eigene Produktion beigebracht.
Shin: Wir sind bereits bei der vorletzten Frage. Wir würden gerne wissen, wie sich das Mangazeichnen heutzutage ihrer Meinung nach verändert hat und welche konkreten Veränderungen es gibt?

Satoshi Shiki: Die Veränderung ist ganz klar erkennbar. Vor 25 Jahren hat man hauptsächlich analog gearbeitet, doch heute passiert dies digital. Ich sehe beide Methoden aber als gleichberechtigte Mittel zum Zeichnen. Welche Art besser oder schlechter ist, spielt für mich keine Rolle, sondern ich suche einfach ein Material aus, das zu dem Bild passt.

Shin: Dürfen wir Sie gegen Ende fragen, was ihr Lieblings- Manga und -Anime ist?

Satoshi Shiki: Meine Lieblingsmanga sind „Urusei Yatsura“ von Takahashi Rumiko und Katsuhiro Otomos “Akira“. Auf Platz drei käme dann noch „Saint Seiya“ von Kurumada Masami. Bei den Anime ist es ebenfalls „Akira“- ich mag es wirklich sehr! Mit meinen Kindern schaue ich öfter Pokémon.

Shin: Herr Shiki, haben Sie vielen Dank für das Interview und eine schöne verbleibende Zeit in Deutschland!

Das Team von Jimoku bedankt sich herzlich für das Interview. Das Gespräch führten Shin und Tsu.

About Shin

Shin hat im Jahr 2016 sein Masterstudium in Soziologie abgeschlossen und arbeitet derzeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität. Anime mag Shin schon seit sehr vielen Jahren. Spätestens seit dem Besuch seiner ersten Convention - der Connichi 2003 - ist er fasziniert von der Welt der Anime. Seit August 2016 ist Shin festes Mitglied von Jimoku und kümmert sich zum größten Teil um das Schreiben von Reviews. Sein Lieblingsanime ist "Space Brothers".
Autor: Shin
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